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Mariella (v.l.) und Stella sowie Anna und Jülide beweisen als Erste ihren Mut beim Schweinetrogrennen. Foto: t&w
Mariella (v.l.) und Stella sowie Anna und Jülide beweisen als Erste ihren Mut beim Schweinetrogrennen. Foto: t&w

Artlenburg: Schweinetrogrennen sorgt für Stimmung

dth Artlenburg. „Ihr seid kernige Norddeutsche“, lobte eine Großmutter ihre Enkelkinder und deren Freunde, nachdem sie wieder Land unter den Füßen hatten. Die zehnte Auflage des Artlenburger Hafenfestes seit 2006 begann in mehrfacher Hinsicht stürmisch. Zwischenzeitlich pustete der Wind bei gelegentlichen Regenschauern derart am Deich entlang, dass das Wasser im Hafenbecken ganz schön in Wallung kam. Die Teilnehmer des schon traditionellen Schweinetrogrennens, ausgerichtet vom STV Artlenburg, scheute das aber nicht. Kinder und Erwachsene wagten sich in Zweier-Teams mit Schwimmweste und Paddel in die gelben Holzkästen und kämpften sich durchs Wasser, unter tosendem Beifall des Publikums. Zuletzt packte auch Bürgermeister Rolf Twesten der Ehrgeiz.

Bereits seit 16 Jahren stürzen sich die Artlenburger mit ihren Gästen regelmäßig mit den Trögen in die Fluten, seit 2002 wird ein Paddel-Wanderpokal an die Jahres-Sieger verliehen. Damit ist die Gaudi sogar älter als das Hafenfest selbst, das vom Flecken Artlenburg ausgerichtet wird, um sowohl den Campinggästen im Hafen sowie Einwohnern und Tagesbesuchern etwas zu bieten, sagt Twesten.

Gute Laune trotz schlechten Wetters

Auch wenn die Besucherzahlen des zweitägigen Festes am Sonnabend eher bescheiden ausfielen, tat das der Stimmung vor allem am Hafenrand beim Schweinetrogrennen keinen Abbruch. Die ersten Mutigen, die das Rennen eröffneten, waren zwei Mädchen-Teams: Anna (8) und Jülide (11) aus Artlenburg traten gegen Mariella (8) aus Adendorf und Stella (8) aus Bardowick an. Nach Kräften paddelten sie, unter Begleitung eines Feuerwehrbootes, durch das Hafenbecken, während die Zuschauer beide Teams lautstark anfeuerten. Obwohl Mariella und Stella den besseren Start hatten, kämpften sich Anna und Jülide sechs Sekunden früher zurück an den Steg und damit ins Ziel.

Jülide wurde am Ufer von ihrem stolzen Vater Ahmet Necati Kuzgun empfangen. Er hatte vergangenes Jahr zusammen mit Thirachai Thater den Wanderpokal als Team „STV Artlenburg“ geholt. Diesmal musste sich Kuzgun bei den Erwachsenen mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Bürgermeister Twesten legte zusammen mit Jens Röber vom STV mit 1:09 Minuten die Bestzeit hin. Twesten: „Damit hat keiner gerechnet.“

Größer wurde der Besucher-andrang gestern im Hafen. Der zweite Festtag begann mit einem Gottesdienst und Frühschoppen mit dem Musikzug der Feuerwehr Artlenburg. Bis zum frühen Abend sorgte noch die Jazzband „Old Merry Tale“ für Stimmung.