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Die stolzen Preisträger im Kindergarten Barendorf vor den prämierten Hochbeeten mit Steineinfassung und insektenfreundlichen Pflanzen. Foto: cw
Die stolzen Preisträger im Kindergarten Barendorf vor den prämierten Hochbeeten mit Steineinfassung und insektenfreundlichen Pflanzen. Foto: cw

Kindergarten gewinnt Umweltpreis

cw Barendorf. Gerade eben haben die Kinder des Barendorfer Kindergartens noch gesungen, da kündigt Leiterin Ulrike Donat-Wanke „wichtigen Besuch“ an. „Diese Herren sind hier, weil wir das dritte Jahr in Folge den Umweltpreis der Samtgemeinde Ostheide gewonnen haben“, erklärt sie und schon brachen Jubel und Applaus aus. Den Preis hatte der Kindergarten für die insektenfreundliche Umgestaltung des Außengeländes bekommen — eine Aktion der Schulkinder, wie Projektleiterin Katharina Hottenbach mitteilte.

„Wir haben Modelle aus Lego und Pappmaschee gebaut und dann das Ganze in die Tat umgesetzt“, erinnerte sie. Doch was als Schul-Aktion begann, hatte schnell den ganzen Kindergarten erfasst, und auch die Eltern packten kräftig mit an. Es entstanden unter anderem Steinhochbeete mit spät blühenden Pflanzen, die vor allem den Hummeln helfen sollen.

Außer dem Kindergarten Barendorf wurde auch der Thomasburger Kindergarten wieder prämiert. Hier ging es um die Entwicklung von Kaulquappen zu an Land lebenden Fröschen und Kröten. Die Kinder machten Ausflüge zu Teichen in der Nähe und beobachteten, was im Laufe der Wochen geschah, malten Bilder und gestalteten Collagen. Außerdem wurde der Teich im Kindergarten umgestaltet, damit sich hier Tiere besser ansiedeln können und gefundene Tiere in einem Miniaquarium gezeigt.

„Dass der Laich und die Kaulquappen auch leckeres Futter für andere Tiere sind, wurde recht gelassen hingenommen“, schmunzelte Umweltbeauftragte Susann Haas. „Eine Seite im Kreislauf der Natur ist nicht idyllisch und das verstehen auch Kindergartenkinder.“

Dritte Preisträgerin im Bunde ist die Grundschule Neetze mit dem Thema Herkunft und Verpackung von Lebensmitteln. Im Vordergrund stand vor allem die Umweltbelastung durch Plastik in allen Erscheinungsformen. Dabei ging es um Fragen wie: Wie viele Jahrzehnte dauert der Zerfall einer Plastiktüte und was bedeutet die Tatsache, dass der Zerfall sie nur unsichtbar, nicht aber unschädlich macht? Die Kinder besuchten den Supermarkt am Ort und prüften, ob es Alternativen zu Plastik bei verpackten Lebensmitteln wie Obst, Gemüse oder Wurstwaren gibt und wie viele Kunden eigene Einkaufstaschen mitbrachten.

Alle Kinder erhielten eine Urkunde. Die Kindergärten bekamen je 100 Euro, die Grundschule 200 Euro als Preisgeld.