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Ein Archivbild, das bald wieder zum Alltag werden dürfte: Die Polizei soll bald wieder auf der Ostumgehung blitzen. Foto: t&w
Ein Archivbild, das bald wieder zum Alltag werden dürfte: Die Polizei soll bald wieder auf der Ostumgehung blitzen. Foto: t&w

Blitzer bald wieder im Einsatz

us Lüneburg. Die unfreiwillige Blitzer-Pause auf der Ostumgehung wegen eingestellter Verkehrskontrollen der Polizei soll bald ein Ende haben. Das jedenfalls ist Wunsch des Landkreises Lüneburg. Der hat sich nach dem LZ-Artikel nun auch bereit erklärt, die Kosten für die dafür notwendigen Fahrbahnmarkierungen zu übernehmen. Dazu waren bislang weder der Landkreis selbst noch die Landesstraßenbaubehörde oder die Polizei bereit. Keiner fühlte sich zuständig. Um welchen Betrag es dabei geht und wann die Arbeiten beginnen, ist aber noch unklar.

„Natürlich übernehmen wir die Kosten, schließlich landen bei uns ja auch die Einnahmen“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt. Die plötzliche Kehrtwende seines Hauses — bekanntlich hatte der Landkreis argumentiert, er müsse die Kosten zum Aufbringen der für die Messungen erforderlichen Markierungsstreifen nicht übernehmen, da er nicht Straßenbauträger der Ostumgehung ist — erklärt Nahrstedt damit, dass er bislang davon ausgegangen sei, dass die Einnahmen aus den Polizei-Verkehrskontrollen auch bei der Polizei landeten. Tatsächlich aber kommen diese dem Landkreis zugute, die Polizei behält lediglich die Einnahmen, die sie den Fahrern direkt abknüpft. „Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätten wir schon viel früher reagieren können“, sagt Nahrstedt, der die bislang ablehnende Haltung des Landkreises mit „unterschiedlicher Einschätzung“ seitens der Mitarbeiter begründet.

„Es geht nicht darum, bei den Autofahrern abzukassieren“, bekräftigt Nahrstedt mit Blick auf mögliche Kritik jener, die dort künftig geblitzt werden könnten, „uns geht es um Verkehrssicherheit.“ Deshalb sei man nun auch bereit, Geld in die neuen Markierungsstreifen zu investieren.

Doch wann die kommen, steht noch nicht fest: „Wir müssen jetzt erst einmal eine Kostenschätzung vornehmen“, sagt Dirk Möller, Leiter der Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg, die dafür zuständig ist, die Markierungen aufzubringen. Erst danach gingen die Ausschreibungen für die zu beauftragenden Firmen raus. Die aber hätten laut Möller in den Sommermonaten stets gut zu tun. „Wann wir beginnen werden, kann ich daher noch nicht sagen.“

Unklar ist auch, was finanziell auf den Landkreis zukommt. Dieser hat zwar erklärt, dass er die Kosten übernehmen werde, Dirk Möller will aber auf Nummer sicher gehen und sich das endgültige Okay vom Landkreis holen, sobald die Kosten feststünden. Landrat Nahrstedt aber schließt eine erneute Diskussion aus: „Ich gehe nicht davon aus, dass es 50.000 oder 60.000 Euro sein werden.“

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5 Kommentare

  1. Oh mein Gott, lass Hirn vom Himmel regnen !

  2. Lüneburgerin

    Wenn es Hr. Nahrstedt um die Verkehrssicherheit gegangen wäre, hätte die Frage der Kostenüberlnahme zu keinem Zeitpunkt in seiner Behörde entscheidungsrelevant sein dürfen. Seine Aussage “ Natürlich übernehmen wir die Kosten, schließlich landen bei uns ja auch die Einnahmen“ zeigt, dass die Motivation eine andere ist. Buß- und Verwarnungsgelder sind längst ein wesentlicher Faktor in den öffentlichen Haushalten geworden. Vor diesem Hintergrund machen die Kosten/ Nutzen Überlegungen des Landkreises Sinn. Aber ich bitte darum, dass man dass dann auch ehrlich kommuniziert. Am Ende geht es darum den Autofahrern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sollte die Verkehrssicherheit ohne Geschwindigkeitskontrollen wirklich ernsthaft gefährdet sein, dann muss man dem Landkreis vorwerfen, in den letzten Monate grob fahrlässig die Gefährdung von Leib und Leben in Kauf genommen zu haben.

  3. „Es geht nicht darum, bei den Autofahrern abzukassieren“, bekräftigt Nahrstedt mit Blick auf mögliche Kritik jener, die dort künftig geblitzt werden könnten, „uns geht es um Verkehrssicherheit.“ Deshalb sei man nun auch bereit, Geld in die neuen Markierungsstreifen zu investieren.

    Komisch. Vorher wurde Herr Nahrstedt wie folgt zitiert:
    „Natürlich übernehmen wir die Kosten, schließlich landen bei uns ja auch die Einnahmen“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt. (Das hat er zuvor nicht mal gewusst).

    Worum geht es dem Landrat denn nun wirklich? Um die Einnahmen oder die Verkehrssicherheit. Widersprüchlicher kann man sich nicht äußern.

  4. Wenn ein Chef einer Behörde nicht weiß, welche Einnahmen seinem Etat zugute kommen ist er nur eines: Falsch am Platz! Und die Scheinheiligkeit zu haben und zu sagen es geht nur um Verkehrssicherheit passt ins Konzept: In ihrer Verlogenheit geben sich weder Mädge noch Nahrstedt etwas…

    Ich hegeh davon aus, dass die LZ schnell neue Artikel einschiebt um diesen ganz weit hinten zu plazieren. Wie immer, wenn die Kommentatoren Kritik an Mädge oder Nahrstedt üben!