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Die Wintergerste ist in der Regel als erste Getreideart reif und damit bereit für die Ernte. Sobald das Wetter mitspielt, laufen die Mähdrescher in der Region auf Hochtouren.
Die Wintergerste ist in der Regel als erste Getreideart reif und damit bereit für die Ernte. Sobald das Wetter mitspielt, laufen die Mähdrescher in der Region auf Hochtouren. Foto: t&w

Getreideernte im Landkreis gestartet

off Lüneburg. Mit durchschnittlichen Ertragserwartungen starten die Landwirte im Kreis Lüneburg in die Getreideernte. Seit wenigen Tagen laufen vereinzelt bereits die Mähdrescher, „sobald das Wetter mitspielt, geht es richtig los“, sagt Marco Niederhoff vom Maschinenring Lüneburg. Der Startschuss fällt wie gewohnt mit der Ernte der Wintergerste, danach folgen Raps und die anderen Getreidesorten in der Region wie Weizen, Roggen oder Hafer.

Mit dem Verlauf der Saison sind die meisten Landwirte bisher durchaus zufrieden. Die Tage, in denen künstlich beregnet werden musste, blieben überschaubar, „das Korn steht gut auf dem Feld“, sagt Niederhoff. Offen ist allerdings, ob das am Ende auch in einer guten Ernte mündet. „Ein Landwirt aus Amt Neuhaus hat gerade berichtet, dass die Wintergerste zwar gut aussah, die Ernte aber unterdurchschnittlich war.“ Bisher nur eine vereinzelte Einschätzung. „Aber ganz genau weiß man eben erst nach der Ernte, was dabei rauskommt.“

Landesweit rechnet Niedersachens Landvolkpräsident Werner Hilse mit einer „leicht überdurchschnittlichen Ertragserwartung“. Allerdings bei sehr niedrigen Preisen. Wie berichtet, stehen die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe seit Monaten unter Druck, macht die Krise Acker- genau wie Milch- und Schweinebauern zu schaffen. Beispiel Getreide: Der aktuelle Preis für Weizen an der Terminbörse Matif in Paris liegt bei knapp 16 Euro pro Dezitonne. Vor einem Jahr lag der Kurs Anfang Juli bei mehr als 20 Euro.

Neben einer Erholung der Preise hoffen die Ackerbauern nun aber vor allem auf Erntewetter. Und das heißt bestenfalls Sonne satt, um das Getreide reif und möglichst trocken einfahren zu können. Muss das Korn nach der Ernte künstlich getrocknet werden, kostet das zusätzlich. „Das will natürlich jeder Landwirt verhindern“, sagt Niederhoff.

Mit seinen Kollegen kümmert sich Niederhoff um den Einsatz der verschiedenen Erntemaschinen, vermittelt zum Beispiel Landwirte mit eigenem Mähdrescher als Lohnunternehmer an Bauern ohne eigene Maschine. Seine Bitte an alle Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie in den kommenden Wochen wegen der Getreideernte besonders aufmerksam!“ Die modernen Ernte- und Transportmaschinen sind groß und immer wieder auch auf den Straßen unterwegs.

Der Zukunftsbauer – Die Multimedia-ReportageDittmer

Mähdrescher mit Laser-Technik, Pflanzenschutz mithilfe von Satelliten oder Beregnungssteuerung über die Smart-Watch: Immer mehr Landwirte nutzen modernste Technik und zwar von der Aussaat bis zur Ernte. Wo Hightech heute überall zum Einsatz kommt, erzählt die Multimedia-Reportage „Der Zukunftsbauer“ der Landeszeitung.

Im vergangenen Jahr haben die Redakteurinnen Katja Grundmann und Anna Sprockhoff die Kirchgellerser Landwirte Hartmut und Henrik Dittmer (Foto, v.l.) durch den Sommer begleitet und mit Stift, Foto- und Videokamera dokumentiert, wo moderne Technologien welchen Einfluss auf die Landwirtschaft nehmen. Texte, Tondokumente, Fotos und Videos verschmelzen in dem Projekt zu einem Erzählfluss.

Die Reportage gibt es unter www.landeszeitung.de/zukunftsbauer