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Jetzt stehen die Schilder in Melbeck. Die Ebstorfer Straße ist über Wochen gesperrt. Foto: be
Jetzt stehen die Schilder in Melbeck. Die Ebstorfer Straße ist über Wochen gesperrt. Foto: be

Lüneburg – eine Großbaustelle

ahe Lüneburg. Wer in diesen Tagen mal ein wenig rumkommt in Stadt und Landkreis, kann schnell den Eindruck gewinnen, Lüneburg sei eine einzige Baustelle. Hier ein Bagger, da Männer mit Spaten und Schaufeln — und überall gesperrte Straßen und Umleitungen. Am Montag sind wieder zwei neue Baustellen hinzugekommen.

Die Kommunen nutzen die Sommerferien schon traditionell, um Straßen auszubessern, denn in der Urlaubszeit ist stets etwas weniger Verkehr. Die LZ hat ein paar der aktuellen Straßenbaustellen zusammengestellt und gibt einen Überblick, was wo passiert.

In Kaltenmoor haben jetzt die Arbeiten an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße begonnen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Quartiersmanager Uwe Nehring griffen zum Start symbolisch zu Spaten und Schaufel. Die Straße soll von vier auf zwei Spuren schmelzen, außerdem verschwenkt werden, damit der Verkehr dort langsamer fließt. Die Straße sei beim Bau schlicht zu groß gebaut worden, weil die Planer in der 60er-Jahren davon ausgegangen waren, dass der Stadtteil noch größer werde, macht Mädge deutlich. Durch die Verkleinerung wird Platz für zusätzliche Grünflächen geschaffen, außerdem, so die Hoffnung der Stadt, würden Autofahrer künftig weniger dazu verleitet, die Straße als Rennpiste zu nutzen. Außerdem zerschneide die breite Fahrbahn den Stadtteil in zwei Teile, dieser Eindruck soll künftig nicht mehr entstehen. Es werde mehr Übergänge in Form von Zebrastreifen geben, schon weil durch die IGS auch mehr Schüler zu Fuß dort unterwegs seien.

An der Alfred-Delp-Straße werde die erste Verschwenkung erfolgen. Der Verkehr wird dort auf die nördliche Seite gelenkt. An der Graf-von-Moltke-Straße verschwenkt der Verkehr in südliche Richtung und an der Adolf-Reichwein-Straße wieder in nördliche. Zusätzlich schafft die Stadt einen durchgehenden Gehweg und Radfahrstreifen auf der Südseite der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße. Außerdem werden Bäume und Sträucher gepflanzt und Wohnwege erneuert. Zu Behinderungen für Fahrzeuge komme es zunächst aber nicht. Damit sei erst Anfang August zu rechnen, teilt die Stadt mit. Zum Jahresende soll der rund 900.000 Euro teure Umbau abgeschlossen sein.

Überblick, was wo passiert

Lüneburgs größte Straßenbaustelle ist die Erneuerung der Wandrahmbrücke. Seit Februar ist der Stadtring am neuen Museum unterbrochen. Die alte Brücke ist längst abgerissen, in der vergangenen Woche sind die neuen Stahlträger angeliefert worden. Noch bis Mitte Oktober sollen die Arbeiten andauern. Geschätzte Kosten des Brückenaustauschs: ungefähr 3,5 Millionen Euro.

Deutlich schneller und ein paar Nummern kleiner geht es in Häcklingen. Am Alten Hessenweg nahe dem Garbersbau-Einkaufszentrum regelt eine Baustellenampel seit knapp zwei Wochen den Verkehr. Noch bis voraussichtlich Freitag, 15. Juli, wird dort die Fahrbahnoberfläche erneuert — eine von mehreren Straßen, bei denen die Stadt in den Ferien den Deckenaustausch angeht.

Eine neue Oberfläche bekommt der Radweg zwischen Lüneburg und Adendorf an der Bockelmannstraße/Artlen­burger Landstraße auf der Westseite zwischen Erbs­torfer Landstraße und Lüner Rennbahn. Umstellen müssen sich hier nur Fußgänger und Radfahrer, die die andere Straßenseite benutzen sollten.

Auch in Melbeck erfordert der schlechte Zustand einer Fahrbahndecke eine größere Baustelle. Seit Montag ist die L223 (Ebstorfer Straße) gesperrt. Neben der Asphaltschicht soll in einem Teilbereich auch der Gehweg zwischen Flötstraße und Diemelkoppel erneuert werden. Bis 6. August müssen sich Autofahrer auf Umleitungen einstellen, die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr rechnet mit Baukosten in Höhe von 190.000 Euro.

In Vögelsen sind Bauarbeiter seit Ende Mai fleißig, um die Kreisstraße 21 auszubauen. Vom Ortseingang Richtung Lüneburg bis zur Einmündung Brockwinklerweg wird die Fahrbahn der Lüneburger Straße auf rund einem Kilometer modernisiert. Die Arbeiten sollen zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Der Kreis kalkuliert mit Kosten in Höhe von etwa 550.000 Euro.

In Deutsch Evern gibt es seit zwei Wochen ebenfalls eine Sperrung, die voraussichtlich noch etwa vier Wochen andauern wird. Die Bahnbrücke „Im Tale“ wird saniert, dabei gleich auch die Kreuzung Im Tale/Tiergartenstraße umgebaut, sie soll enger werden, die Verkehrsinsel verschwinden. Die entsiegelte Fläche soll begrünt und zur Regenwasser-Versickerung genutzt werden. Veranschlagte Kosten: 260.000 Euro.

Zwischen Sülbeck und Boltersen wird an der Landesstraße 221 gebaut. Die Fahrbahn wird saniert, ein neuer Radweg (Kosten: rund 75.000 Euro) angelegt. Die Sanierung der Straße verläuft in Abschnitten. Das ganze Projekt soll bis zum 15. August abgeschlossen sein.

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