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Schon 2008 wurde der Neetzer Dorfplatz als Kurzparkzone eingerichtet, doch noch immer übersteigt die Nachfrage das Angebot an Parkplätzen. Foto: cw
Schon 2008 wurde der Neetzer Dorfplatz als Kurzparkzone eingerichtet, doch noch immer übersteigt die Nachfrage das Angebot an Parkplätzen. Foto: cw

Neetzer Dorfplatz wird zum Parkplatz

cw Neetze. Schon seit einigen Jahren macht die Parksituation am Neetzer Dorfplatz den Politikern Sorgen: Zu wenige Plätze für zu viele Autos. Eigentlich ein gutes Zeichen: Zeigt es doch, dass die Geschäfte rund um den Dorfplatz gut angenommen werden.

Bereits 2008 hatten die Politiker hier eine Kurzparkzone beschlossen, damit nicht Pendler die Parkplätze für die Kunden blockieren. Doch nach wie vor ist die Situation beengt. Das wird sich bald ändern: Während der jüngsten Bauausschusssitzung beschlossen die Politiker die Umgestaltung. Rund 20 zusätzliche Parkplätze sollen hier entstehen. Dafür müssen die Grüninseln und der eigentliche Dorfplatz mit den Sitzgelegenheiten weichen.

So wird aus dem Dorfplatz 30 Jahre nach seiner feierlichen Einweihung als Bürgertreff nun notgedrungen ein Parkplatz. 1986 planten die damaligen Politiker den neuen Neetzer Ortskern rund um den Supermarkt zur „besseren Versorgung der Bürger“, wie der Einheitsblock damals erklärte. Neben dem Markt entstanden die heute bekannten Wohn- und Geschäftshäuser mit Apotheke, Zahnarztpraxis, Frisörsalon und Arztpraxen. Auch die Bushaltestelle wurde damals realisiert. Allerdings gab es damals weit weniger Fahrzeuge.

„Als der Dorfplatz gebaut wurde, gab es diese Nachfrage noch nicht“, erklärte denn auch Bauausschussvorsitzender Wolfram Puffahrt (SPD). „Jetzt müssen wir reagieren.“ Die CDU unterstützte die Idee und regte die Einrichtung von Behindertenparkplätzen sowie einer Stromtankstelle an. Jens Strampe (CDU) empfahl, auch die Grüninseln zu entfernen: „Die machen eh nur Dreck und Arbeit“, kommentierte er. Außerdem bat er darum, den Weihnachtsmarkt bei der zeitlichen Planung zu berücksichtigen.

Die Niedersächsische Landgesellschaft schätzt die Kosten für den Umbau auf rund 60.000 Euro, die auch bereits im Haushalt eingestellt sind. Bürgermeister Heinz Hagemann erklärte, er habe die Planungen auch mit der Familie Gustafsen besprochen, die den Dorfplatz vor 30 Jahren überhaupt erst möglich gemacht habe: „Sie befürwortet den Umbau.“ Die Umgestaltung wurde einstimmig beschlossen.

One comment

  1. Hildegard Schuster

    Sehr geehrte Frau Kruse-Runge,
    was sagen eigentlich Sie als Fraktionssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Lüneburger Kreistag zu dieser bodenversiegelnden MIV-Fördermaßnahme samt Plattmachen der Vegetation,  „die nur Dreck und Arbeit“ macht, in Ihrer Wohngemeinde?