Donnerstag , 8. Dezember 2016
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In Lüneburg wurde 2015 fleißig gebaut - wie hier im Speicherviertel. Foto. A/t&w
In Lüneburg wurde 2015 fleißig gebaut - wie hier im Speicherviertel. Foto. A/t&w

Senioren-Appartements in Lüneburg Mangelware

red Lüneburg. Für 147 Wohnungen gab es im ersten Quartal dieses Jahres im Landkreis Lüneburg eine Baugenehmigung. Die Bauherren und Investoren gaben dabei an, gut 18,3 Millionen Euro investieren zu wollen. Für die Gewerkschaft IG BAU sind diese Zahlen des Statistischen Bundesamtes kein Grund zur Euphorie: „Nicht hinter jedem Bauantrag, der einen Stempel bekommt, steckt auch eine ernsthafte Bauabsicht. Oft werden Genehmigungen nur eingeholt, um die Grundstückspreise nach oben zu jubeln“, sagt Bezirkschef Matthias Maurer. Er sieht beim Wohnungsneubau im Kreis Lüneburg „noch Luft nach oben“.

Insbesondere beim altersgerechten Umbau vorhandener Wohnungen bestehe Nachholbedarf. Seniorengerechte Wohnungen seien nach wie vor Mangelware. Auch bei der energetischen Gebäudesanierung gebe es noch viel zu tun. Maurer appellierte an Haus- und Wohnungseigentümer, hierbei die Programme der staatlichen Förderbank KfW intensiver zu nutzen. Sie biete für den altersgerechten Umbau beispielsweise einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 50000 Euro oder einen Investitionszuschuss von maximal 6250 Euro pro Wohneinheit.

Insgesamt sind laut Gewerkschaft im vergangenen Jahr im Kreis Lüneburg 775 Wohnungen neu gebaut worden darunter 239 Eigentumswohnungen. „Der Wohnungsneubau ist die beste Mietpreisbremse. Jede Wohnung, die neu entsteht, zählt im System von Wohnungsangebot und Mieternachfrage“, sagt Maurer. Um den Wohnungsneubau attraktiver zu machen und ihm einen schnellen Impuls zu geben, müsse es hier allerdings bessere steuerliche Anreize geben.