Aktuell
Home | Lokales | Alte Villa am Lösegraben abgerissen
Die ehemalige Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbandes ist Geschichte, Andreas Ohlms wartet nun auf die Genehmigung für den Neubau. Foto: ap
Die ehemalige Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbandes ist Geschichte, Andreas Ohlms wartet nun auf die Genehmigung für den Neubau. Foto: ap

Alte Villa am Lösegraben abgerissen

ap Lüneburg. Die alte Villa am Bürgergarten, in der zuletzt der CDU-Kreisverband beheimatet war, ist Geschichte. Andreas Ohlms, Geschäftsführer der Firma Ohlmsbau, hat das Gebäude am Lösegraben, das er Ende 2015 über den Immobilienmakler Jürgen Sallier erworben hatte, abreißen lassen. Entstehen soll dort ein Wohnhaus. „Ich warte nur noch auf die Baugenehmigung“, erklärt Ohlms. Für ihn sei das kein Spekulations-, sondern ein Bestandsobjekt. „Ich will es langfristig vermieten.“

Den Bauantrag bei der Stadt habe er im März eingereicht, sagt Andreas Ohlms, der den Standort als „paradiesisch“ bezeichnet. Für ihn kam nur ein Abriss infrage, „die Sanierung, um dann vernünftigen Wohnraum anbieten zu können, wäre viel zu aufwendig gewesen“. Die Kosten hätten mit den erzielbaren Mieten nicht in Einklang gebracht werden können.

Die alte Villa stand nicht unter Denkmalschutz, für den Abriss benötigte der Bauunternehmer daher auch keine Erlaubnis. Stadtpressesprecherin Sarah Cramer von Clausbruch klärt auf: „Auf dem eigenen Grundstück darf der Eigentümer, wie in diesem Fall, selbst entscheiden, das Gebäude also abreißen. Für den Neubau braucht er allerdings eine Genehmigung.“

Andreas Ohlms hofft nun, im August mit den Bauarbeiten starten zu können. „Im Mai 2017 sollen die Wohnungen eigentlich bezugsfertig sein.“ Dass er fünf Monate auf die Baugenehmigung warten müsse, damit habe er nicht gerechnet. Es sei aber auch zu einigen Verzögerungen gekommen, zum Beispiel, weil die Stadt Bedenken geäußert habe, dass das Grundstück im Überschwemmungsgebiet liegen könnte. Das 622 Quadratmeter große Areal liegt direkt am Lösegraben. „Wir bauen nun eine offene Tiefgarage mit fünf Stellplätzen, um diese Problematik zu umgehen“, erklärt der Bauunternehmer. Zusätzlich habe er für den Abriss noch Beweissicherungsgutachten für die Nachbarhäuser in Auftrag gegeben.

Der Neubau soll statt bisher 180 Quadratmeter Nutzfläche dann 350 Quadratmeter Wohnfläche bieten und eine Mischfassaden-Optik erhalten. „Ein Teil als Klinker, der andere als Mischmauer“, erklärt der Investor. Fünf Wohnungen seien geplant, jeweils zwei im Erd- und Obergeschoss mit einer Größe von rund 50 bis 60 Quadratmeter, klärt Ohlms auf. Im zweiten Stock sei ein rund 100 Quadratmeter großes Penthouse geplant. „Das wird ein modernes Gebäude mit Flachdach und einer Vollwärmeschutzmauer.“ Die jeweiligen Balkone seien zur Flussseite ausgerichtet.

Die Mieten sollen laut Ohlms bei 9 Euro pro Quadratmeter liegen. Für die Penthouse-Wohnung gebe es schon erste Anfragen.

2 Kommentare

  1. Da können wir ja alle froh sein, dass es keine Ferien- oder Egtwohnungen werden, sondern bezahlbarer Wohnraum für schon 9,00 Euro/m².
    Netto?

    Aber ich denke, dass die Teilungsgenehmigung vorsichtshalber gleich mit beantragt wurde?
    Hätte ap noch hinterfragen können, nur so zur Abrundung des Artikels.

  2. @Bundeskasper: Der Teilungsantrag wird Herrn O. auch nix mehr nützen. Wie neulich in der Landeszeitung zu lesen war, wird der Bauausschuß am 1. August (klammheimlich in den Sommerferien?) die Sperrfrist am Lösegraben um 2 Jahre verlängern. Wenn Herr O. feststellt, daß seine „Sozialmiete“ von schlappen 9 Euro nettokalt doch nicht so viel Rendite einbringt und er sein Mietshaus in zentraler Lage in eine gepflegte WEG für exHHer versilbern will, wird er die Mieter nicht nur drei sondern sogar fünf (!) Jahre an der Backe haben! Trotz Teilungsgenehmigung! Rausschmiß wg. Eigenbedarf ausgeschlossen! Ob das den Wert der Immobilie wohl etwas drücken wird? Da dürfte bald so mancher Immobilienspekulatius am Lösegraben in die Röhre gucken – schmunzel!