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Wenn die Uni Lüneburg sich für das Kaufangebot eines aussichtsreichen Bewerbers entscheidet, wird die Liegenschaft im Roten Feld abgerissen. Dort könnte ein Gebäude mit 40 Wohnungen errichtet werden, das außerdem Platz bieten soll für Büros und Gastronomie. Foto: A/t&w
Wenn die Uni Lüneburg sich für das Kaufangebot eines aussichtsreichen Bewerbers entscheidet, wird die Liegenschaft im Roten Feld abgerissen. Dort könnte ein Gebäude mit 40 Wohnungen errichtet werden, das außerdem Platz bieten soll für Büros und Gastronomie. Foto: A/t&w

Potenzieller Käufer für Uni-Komplex

ap Lüneburg. Für das Leuphana-Gebäude am Rotenbleicher Weg gibt es nun einen potenziellen Käufer. Dieser plant auf dem rund 4300 Quadratmeter großen Grundstück einen Neubau mit mehr als 40 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe.

Uni-Sprecher Henning Zühlsdorff sagt auf LZ-Nachfrage, die Leuphana habe für ihre Liegenschaft Campus Rotes Feld II einen „aussichtsreichen Bewerber“. Zusätzlich zu den Wohnungen würden in dem Komplex auch Flächen für Büros und Gastronomie entstehen. Bis zuletzt hatte die Uni offengelassen, ob das Gebäude erhalten bleiben könne oder abgerissen werden müsse. In der offiziellen Ausschreibung waren beide Optionen angegeben.

Im Juni 2015 hatte die Universität dann einen Projektentwickler damit beauftragt, ein Interessenbekundungsverfahren für den Verkauf in Gang zu setzen. Daraufhin hatten sich zunächst 29 Interessenten und dann 16 Investoren und Planungsbüros mit einem konkreten Kaufangebot und Nutzungskonzept gemeldet. „Das vorliegende Angebot berücksichtigt auch die bauleitplanerischen Rahmenbedingungen der Stadt Lüneburg“, sagt Zühlsdorff. Die Stadt selbst hatte sich bewusst dagegen entschieden, ein Angebot für die Uni-Liegenschaft abzugeben. Die Umbaumaßnahmen für städtische Zwecke seien mit zu hohen Kosten verbunden und daher nicht wirtschaftlich, hatte Pressesprecher Daniel Gritz im ­April gegenüber der LZ begründet.

Die Ideen der Universität, den Standort für Senioren- oder Studentenwohnungen, Hotelanlagen, Geschäfte oder Gastronomien zu nutzen, scheint der Bewerber zu teilen und umsetzen zu wollen. Dafür müsste der Komplex, den die Lüneburger Hochschule seit 1961 nutzt, samt Büro- und Seminarräumen, Sportflächen und Schwimmbad weichen. Der Verkauf des Gebäudes am Rotenbleicher Weg ist Teil eines größeren Plans, durch das Auflösen der Außenstandorte will die Leuphana das Hochschulleben auf den Hauptcampus an der Scharnhorststraße konzentrieren. „Erster Schritt der Arrondierung war die Vermietung großer Teile des Standorts Volgershall“, sagt Zühlsdorff.

Der angestrebte Verkauf der Liegenschaft im Roten Feld ist außerdem ein wichtiger Baustein des Finanzierungsplans für das neue Zentralgebäude. Seit dem Jahr 2007 gilt der Verkauf der Außenstandorte als Auflage und Verpflichtung im Zusammenhang mit dem Libeskind-Bau. Auch die rund 50 Wissenschaftler, die zurzeit noch im Roten Feld beschäftigt sind, sollen ihre Arbeit im Neubau fortsetzen können. „Er bietet ausreichend Platz, um Mitarbeiter anderer Leuphana-Standorte aufzunehmen“, sagt Zühlsdorff.