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Die Einbürgerungsanträge von EU-Ausländern sind in Lüneburg leicht gestiegen. Foto: A/t&w

Mehr Briten wollen deutsche Staatsangehörigkeit

ahe Lüneburg. Die veränderte politische Lage in Europa bekommen auch die Mitarbeiter des Lüneburger Bürgeramtes zu spüren. Dort gibt es vermehrt Anfragen von Lüneburgern, die die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen wollen. Zwar gebe es keinen Ansturm, aber die Zahlen in diesem Jahr lägen über denen der Vorjahre, bestätigt Bürgeramtsleiterin Susanne Twesten.

Größeres Interesse nach Brexit

93 Einbürgerungsanträge wurden bislang 2016 von Einwohnern in Stadt und Landkreis Lüneburg gestellt. Das Gros davon machen Anträge von Menschen außerhalb Europas aus, die Zahl der EU-Bürger, die Deutsche werden wollen, ist im Vergleich dazu stets gering. Doch auch bei der kleinen Zahl von 18 Europäern, die einen Antrag gestellt haben, ist ein kleiner Trend zu erkennen. Susanne Twesten: „Wir hatten vier Briten dabei, drei unmittelbar am Tag nach dem Brexit, die einen Antrag gestellt haben. Und Anfragen zu den erforderlichen Unterlagen hatten wir von zehn Briten. Allesamt haben sich beklagt, dass sie über den Verbleib Großbritanniens in der EU nicht mitentscheiden durften, obwohl es sie doch so entscheidend betrifft.“ Auch von einigen Polen habe es Anträge gegeben.

Wie lange es dauert, bis ein Antrag genehmigt werden kann, hänge vom Herkunftsland ab und davon, wie schnell und vollständig die jeweiligen Antragsteller ihre Unterlagen zusammenstellen. Susanne Twesten sagt: „Es kann sehr schnell gehen, sechs bis acht Wochen, dann ist das durch.“