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Die Arbeitslosenquote steigt im Juli um 0,2 auf auf 5,9 Prozent : Juganedliche sind vermehrt auf Suche. Die Entlastung ist aber absehbar. Foto: be
Die Arbeitslosenquote steigt im Juli um 0,2 auf auf 5,9 Prozent : Juganedliche sind vermehrt auf Suche. Die Entlastung ist aber absehbar. Foto: be

Arbeitslosenquote steigt: Jugendliche vermehrt auf Suche

rast Lüneburg. „Die Arbeitslosenzahlen sind im Sommer maßgeblich durch die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit geprägt. So zeichnet auch der jetzige Urlaubsmonat Juli ein deutliches Bild mit steigenden Arbeitslosenzahlen“, bilanziert Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, und nennt für Hansestadt und Landkreis Lüneburg folgende Zahlen: Die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg von Ende Juni bis Ende Juli von 522 auf 663. Insgesamt kletterte die Zahl der Arbeitssuchenden um 237 auf 5643 Frauen und Männer. Die Erwerbslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen liegt zum Monatsende bei 5,9 Prozent, im Juni waren es 5,7 Prozent, im Juli vor einem Jahr 6,9 Prozent.

„In den kommenden Wochen beginnen viele junge Menschen ihre Ausbildung oder ihr Studium. Dann werden die Arbeitslosenzahlen wieder sinken.“
Bernd Passier, Agentur für ArbeitLüneburg-Uelzen

Das Bild wird sich laut Passier jedoch schnell wieder ändern: „In den kommenden Wochen beginnen viele junge Menschen ihre Ausbildung oder ihr Studium. Das wird sich wie auch in den vergangenen Jahren unmittelbar auf die Situation auf dem Arbeitsmarkt auswirken und die Arbeitslosenzahlen werden wieder sinken.“
Als positiv sieht der Agentur-Chef auch die Entwicklung auf dem Stellenmarkt: Im Juli wurden der Agentur 525 freie Stellen neu gemeldet, im Juni waren es lediglich 474.

Insgesamt gab es seit Jahresbeginn einen Zugang von 2934 Stellen. Und aktuell hat die Agentur 1539 Arbeitsplätze zu besetzen.
„Für die Unternehmen bietet sich jetzt die Chance, ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen, die in ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden“, sagt Passier. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels rät der Chef der Arbeitsagentur auch dazu, Bewerbern eine Chance zu geben, die nicht in allen Belangen das gesuchte Anforderungsprofil erfüllen. Der Arbeitgeber-Service berät interessierte Unternehmen dazu und informiert über finanzielle Fördermöglichkeiten, um einen eventuell höheren Einarbeitungsaufwand auszugleichen. Zu erreichen ist er unter der kostenlosen Rufnummer 08004555520.

1572 Frauen und Männer aus Stadt und Landkreis meldeten sich im Juli neu oder erneut erwerbslos, das sind 206 mehr als noch vor einem Jahr. Auf der anderen Seite beendeten 1356 Personen ihre Erwerbslosigkeit, ein Plus von 82 gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 9789 Arbeitslosmeldungen, die Veränderung zum Vorjahreszeitraum ist mit 34 Betroffenen weniger nur gering. Dem gegenüber stehen 9438 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Juli 2015 waren es 110 weniger.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur Angaben zur Unterbeschäftigung. Zur Unterbeschäftigung zählen die Arbeitslosen und solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie beruflicher Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder Gründungszuschüsse gefördert werden. Die Unterbeschäftigung lag im Juli in Stadt und Kreis Lüneburg bei 7488 Betroffenen, das waren 163 mehr gegenüber dem Juni.

Flüchtlinge bei Arbeitsagentur

Für den Juli hat die Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen erstmals die Zahl der Flüchtlinge konkretisiert, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich im Agenturbezirk um Arbeit oder Ausbildung bemühen.

Im Juli waren 811 Geflüchtete bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen als arbeitslos gemeldet. Der Großteil davon lebt in der Region Lüneburg:

  • Landkreis Lüneburg: 340
  • Landkreis Harburg: 276
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg: 70 Landkreis
  • Uelzen: 125