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Anna-Sophie (r.) und Emma haben mit ihrem Hörspiel-Beitrag den zweiten Platz beim Wettbewerb Weltverbesserer im Radio belegt. Foto: t&w
Anna-Sophie (r.) und Emma haben mit ihrem Hörspiel-Beitrag den zweiten Platz beim Wettbewerb Weltverbesserer im Radio belegt. Foto: t&w

Hörspiel für eine bessere Welt

us Lüneburg. Gibt es Weltverbesserer? Und wie bringt man sie ins Radio? Anna-Sophie (13) und Emma (14) hatten eine Idee, meldeten sich bei einem Hörfunk-Wettbewerb an, setzten sich gegen 38 Mitbewerber durch und landeten auf dem zweiten Platz. Dafür gab es neben einem dicken Lob von NDR-Redakteur Jörg-Peter von Clarenau auch einen digitalen Recorder für neue Projekte.

„Wir waren auf alles gefasst, auch darauf, keinen Preis zu gewinnen“, sagt Emma. Zusammen mit ihrer Freundin Anna-Sophie hatte sie zu Beginn des Jahres mit der Arbeit begonnen, aus der Obdachlosen-Zeitung „Hinz & Kunzt“ hatten sie vom Projekt „Weltverbesserer im Radio“ erfahren, ausgelobt gemeinsam mit der Hörspiel- und Geräuscheplattform „Audi­you“.

„So richtig wussten wir anfangs nicht, wie wir vorgehen sollten“, erzählt Anna-Sophie. Also informierten sie sich über mögliche Hörfunk-Formate, sammelten ihre Fragen und Ideen auf Zetteln und hefteten sie an die große Pinwand in der Offenen Medienwerkstatt, einer Einrichtung des Jugendverbands Sozialistische Jugend Deutschland Die Falken in Lüneburg. Dort kommen Anna-Sophie und Emma jeden Montag zusammen und tüfteln an neuen Ideen.

Digitaler Radiorecorder als Preis

Die Wahl fiel schließlich auf ein Hörspiel. „Darin ist Anna eine Schülerin, die nach der Schule nach Hause kommt und im Radio von einem Wettbewerb erfährt“, berichtet Emma, die selbst die Radio-Moderatorin mimt. Anna alias Sophie beschließt, teilzunehmen. Als „Weltverbesserer“ gewinnt sie echte Lüneburger Akteure, darunter den städtischen Partizipationsbeauftragten Hubertus Heinrich und Dana Mutaliev aus der Schüler-AG des Johanneums für Flüchtlinge. Die Hörspiel-Sophie reicht den Beitrag ein und gewinnt.

„Der Beitrag kam richtig gut bei der Jury an“, berichtet Georg Gunkel-Schwaderer, der die Offene Medienwerkstatt leitet. Der NDR-Redakteur lobte die Arbeit der beiden Hörspiel-Produzentinnen als „professionelle Montage“, die gut nachvollziehbar sei. Zu hören ist sie etwas versteckt auf der Audiyou-Plattform im Internet.

Gunkel-Schwaderer freut sich nun auf die nächsten Projekte und auf weitere Interessenten an der Offenen Medienwerkstatt. Dort können sie dann auch den digitalen Radiorecorder nutzen, den Emma und Anna-Sophie als Preis gewonnen haben. „Da kommt er dann ja vielen Jugendlichen zugute; zerteilen können wir ihn ja nicht“, sagt Anna-Sophie. Die Treffen finden jeweils montags von 16 bis 18 Uhr statt. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren, die Teilnahme ist kostenlos.