Aktuell
Home | Lokales | Lüneburger und Flüchtlinge tafeln gemeinsam auf dem Markt
Lüneburger und Flüchtlinge kochen gemeinsam wie hier in der Campus-Küche an der Wichernstraße. Am 28. August soll von 12 bis 16 Uhr auf dem Markt zusammen gegessen und geredet werden. Foto: t&w
Lüneburger und Flüchtlinge kochen gemeinsam wie hier in der Campus-Küche an der Wichernstraße. Am 28. August soll von 12 bis 16 Uhr auf dem Markt zusammen gegessen und geredet werden. Foto: t&w

Lüneburger und Flüchtlinge tafeln gemeinsam auf dem Markt

ca Lüneburg. Die Botschaft ist nicht neu, doch immer wieder richtig: „Essen verbindet.“ Unter diesem Motto laden Lüneburger am Sonntag, 28. August, zum gemeinsamen Essen mit Flüchtlingen auf dem Markt ein. Einer der Initiatoren ist der Unternehmer Karl-Henning Hohmann, er geht davon aus, dass bis zu 800 Leute vor dem Rathaus Platz nehmen können. Die Gäste, neue und alte Lüneburger, sollen an langen Tafeln Platz nehmen und beim Essen ins Gespräch kommen. Hohmann sagt: „Wir sehen die Menschen in der Öffentlichkeit, kennen sie aber nicht.“ Das gelte andersherum genauso: „Wer gemeinsam feiert, kann Vertrauen entwickeln.“

Entstanden ist die Idee des Sommer-Mahls in der Lokalrunde, einer Verbindung von Einzelhändlern und Gastronomen. Dazu haben sich andere Unternehmer, Organisationen und eben auch Bürger gesellt, welche die Feier nun vorbereiten und finanzieren. So sind die Köche Michael Röhm und Winfried Marx dabei. Marx hat sich beispielsweise gemeinsam mit Flüchtlingen und Lüneburgern zum Probekochen in der Küche von Campus an der Wichernstraße getroffen, Campus betreibt unter anderem Studentenwohnheime und das Vamos. Der Archäologe Arne Weiser, der nach Grabungen etwa in Aleppo Arabisch spricht, ist als Dolmetscher dabei. Auch andere helfen, am Ende möchte man quasi viersprachig sein.

„Die Unterstützung ist enorm“

„Die Unterstützung ist enorm“, sagt Hohmann. „Viele beteiligen sich.“ Darunter auch Lüneburger, die selber vor Jahren aus dem Ausland an die Ilmenau gekommen sind. Die Organisatoren wollen mit ihrem Anliegen über den Tag hinaus wirken. Sie überlegen, ein Kochbuch zu machen, feilen an einer Zeitung und einem Video-Projekt, das die Akteure und die neuen Lüneburger vorstellen soll.

Als Kooperationspartner steht der Verein TUN, der auch die Umweltmesse organisiert, hinter dem Vorhaben. Wer es mit Spenden unterstützen will, kann seinen Obolus unter dem Stichwort „Essen verbindet“ überweisen unter der IBAN: DE40 2405 0110 0000 0124 76.

Weitere Informationen im Internet unter: www.essen-verbindet-lg.de.