Aktuell
Home | Lokales | Mehr Orientierung für Radler an der Elbe
Jens Kowald, Grit Richter und Holger Hogelücht (v. l.) freuen sich über die neue Beschilderung, die Touristen mehr Informationen über die Gegend liefern soll, in der sie unterwegs sind. Foto: cw
Jens Kowald, Grit Richter und Holger Hogelücht (v. l.) freuen sich über die neue Beschilderung, die Touristen mehr Informationen über die Gegend liefern soll, in der sie unterwegs sind. Foto: cw

Mehr Orientierung für Radler an der Elbe

cw Amt Neuhaus. Der Elberadwanderweg gehört zu den beliebtesten Zweiradtouren in ganz Deutschland. Immer wieder wählen Radler den Weg an der Elbe mit seinen über 1000 Kilometern durch sechs Bundesländer zu ihrem Favoriten.

Im Amt Neuhaus zeichnet sich der Elberadwanderweg durch eine besonders einsame Streckenführung aus: Auf der Deichkrone oder entlang des Deichfußes zieht sich der Weg durch idyllische Fluss­auen, die den Eindruck erwecken, weit und breit gäbe es keine Menschenseele. Die Kehrseite der Medaille: Die Orientierung fällt manchmal schwer. Deshalb gibt es jetzt entlang des Elberadwanderweges im Amt Neuhaus Schilder, die dem Radler genau verraten, wo er sich gerade befindet.

„Wir hörten oft von Radfahrern, dass sie nicht wussten, auf welcher Höhe des Elbdeiches sie gerade sind“, so Holger Hogelücht vom Haus des Gastes. Das ist nicht nur für den Radler schade, es hält die Besucher auch davon ab, das Hinterland zu erforschen oder einzukehren. Deshalb kam die Gemeinde auf die Idee, diese kleinen, brauen Orientierungsschilder entlang des Radweges anzubringen. Sie zeigen den Verlauf der Strecke, die Ortschaften im Hinterland und natürlich die genaue Position, an der sich derjenige gerade befindet. Auch die Telefonnummer der Tourist-Information im Haus des Gastes ist darauf abgedruckt. „Die Schilder hängen seit etwa zwei Wochen und schon jetzt haben wir etliche Anrufer zu verzeichnen, denen wir weiterhelfen konnten“, so Hogelücht.

Möglich wurde die Beschilderung durch eine Finanzspritze der Sparkassenstiftung und des Deichverbands, der der Gemeinde erlaubte, die kleinen Schilder auf dem Deich überhaupt anzubringen. Rund 600 Euro haben die 26 Schilder gekostet, die jetzt auf 46 Kilometern entlang des Radweges in der Gemeinde für den Durchblick sorgen.
„Diese Schilder sind eine günstige Variante, um den Gast ins Hinterland zu bringen“, befand auch Jens Kowald, Geschäftsführer der Flusslandschaft Elbe. „Wir haben im Jahr rund 40000 Radler, die hier durchfahren, das ist eine durchaus relevante Größe.“ Für ihn ist es auch eine Form von Wirtschaftsförderung, die Strukturen rund um das touristische Highlight Elberadwanderweg auszubauen und zu unterstützen. „Die meisten Radler, die hier lang fahren, haben ohnehin das Handbuch für den Elberadweg in der Tasche und zusammen mit diesen Orientierungsschildern sind sie rundum informiert.“

Edric de Blaire aus Gelsenkirchen ist einer dieser Radler. Den Drahtesel voll bepackt mit allem, was man so unterwegs braucht, ist er unterwegs in Richtung Dömitz. „Ich bin das erste Mal hier“, sagt er. Auf die Frage, was er von den Schildern hält, erklärt er. „Informationen sind immer gut, das hilft wirklich beim Orientieren.“