Aktuell
Home | Lokales | Lüwobau bleibt Aushängeschild der Stadt Lüneburg
Am Meisterweg, wo bis vor wenigen Monaten noch Flüchtlinge im Container untergebracht waren, errichtet die Lüwobau einen Komplex mit Mietwohnungen, schon zum 1. Oktober sollen die ersten Bewohner einziehen können. Foto: t&w
Am Meisterweg, wo bis vor wenigen Monaten noch Flüchtlinge im Container untergebracht waren, errichtet die Lüwobau einen Komplex mit Mietwohnungen, schon zum 1. Oktober sollen die ersten Bewohner einziehen können. Foto: t&w

Lüwobau bleibt Aushängeschild der Stadt Lüneburg

as Lüneburg. Für strahlende Gesichter sorgt einmal mehr die Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft (Lüwobau) bei ihren Gesellschaftern. Der Jahresabschluss 2015 weist ein Plus von mehr als 2,3 Millionen Euro aus. Damit wurde das Vorjahresergebnis noch einmal um 300.000 Euro getoppt. Rund 1,5 Millionen Euro gehen in Rücklagen. 873.000 Euro werden als Dividende an die Gesellschafter ausgeschüttet, Mehrheitsgesellschafter ist die Stadt Lüneburg. Der Jahresabschluss ist unter anderem Thema im Wirtschaftsausschuss, der am Mittwoch, 10. August, von 16 Uhr an im Traubensaal tagt.

Zum Bestand des Unternehmens gehörten im Geschäftsjahr 2015 neben 2162 Wohnungen auch 28 Gewerbeobjekte und vier Unterkünfte für Asylbewerber. Die durchschnittliche Nettogrundmiete pro Quadratmeter für Wohnungen betrug 6,37 Euro (Vorjahr: 6,24 Euro). „Damit liegen wir unter der ortsüblichen Vergleichsmiete“, sagt Lüwobau-Geschäftsführerin Heiderose Schäfke. Dementsprechend ist die Wohnungsbaugesellschaft als Vermieter sehr beliebt. Die Leerstandsquote betrug im vergangenen Jahr knapp ein Prozent. 20 Wohnungen standen aus Modernisierungsgründen leer. Auf der Warteliste stehen 1000 Wohnungssuchende.

Wo die Miete bezahlbar ist

Investiert hat die Lüwobau 2015 mehr als 11 Millionen Euro. Davon entfielen als größte Posten 5,8 Millionen Euro auf den Neubau des Ursula-Hauses sowie für energetische Sanierungen von Gebäuden im Roten Feld (1,8 Millionen Euro). Zusätzlich wurden für die Errichtung von Unterkünften für Asylbewerber in Ochtmissen, Rettmer und am Vrestorfer Weg knapp vier Millionen Euro investiert. „Seit 2014 bis heute wurden insgesamt 616 Plätze geschaffen, teilweise in Massivbauweise. Diese können später nachgenutzt werden für Mieter mit Wohnberechtigungsschein, wenn dort nicht mehr Asylsuchende untergebracht werden müssen“, erläutert die Geschäftsführerin.

Die Lüwobau wird außerdem ein Motor sein, wenn es darum geht, preiswerte Wohnungen zu schaffen. „Bis 2020 planen wir 363 Wohnungen für Mieter mit Wohnberechtigungsschein.“ So sollen bereits zum 1. Oktober Mieter ins Gebäude am Meisterweg, das anstelle der Flüchtlingsunterkunft entstanden ist, einziehen. Im kommenden Jahr wird der Neubau an der Elisabeth-Maske-Straße mit 36 Wohnungen bezugsfertig sein, 2018 ein Gebäude mit 52 Wohnungen im Mittelfeld der Bauantrag ist gestellt. „Außerdem planen wir im Hanseviertel III Gebäude mit 108 Wohnungen, am Wienebütteler Weg 100“, sagt Heiderose Schäfke. Damit leiste man einen wesentlichen Beitrag zum Wohnungsbauprogramm der Stadt. Danach sollen bis 2021 bekanntlich 2100 Wohnungen in Lüneburg entstehen, ein Drittel davon im preiswerten Segment.

Trotz aller Neubauprojekte setzt die Gesellschaft auch weiter auf die energetische Modernisierung der Altbaubestände. Der Fokus liegt dabei auf der Dämmung der Geschossdecken, Dach- und Fenstererneuerung sowie der Verbesserung der Heizungsanlagen. „Wir möchten damit weiter einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten.“

7 Kommentare

  1. Schönen guten Tag wo kann man sich melden wenn man auf Wohnungssuche ist und sich eine der Wohnungen angucken möchte mit freundlichen Grüßen

  2. Wenn soviel Geld zur Verfügung steht und erwirtschaftet wird, frage ich mich warum nicht ein wenig mehr Geld verwendet wird, um die Bauten hübscher zu machen. Lüneburg hat das Alte größetenteils bewahrt und gepflegt aber wenn man sich das Neue ansieht, wie das Ursula Haus oder gar die St. Ursula Schule mit den angrenzenden Gebäuden sind das reine Zweckbauten, die im Industriegebiet Hafen besser aufgehoben wären.

  3. R Blomeier Ohlsson

    Was ist und bedeutet ein „Wohnberechtigungsschein“? Kann mich, bitte, jemand aufklären?

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Beim „Amt für Wohnungswirtschaft und Obdachlosenbetreuung“ muss man den Nachweis erbringen, dass man im Besitz folgender Sachen ist: 2 Handtücher, ein Staubsauger, ein Essbesteck, ein Feuerzeug, ein Schuhschrank (Frauen 2), ein Bett und einen Mülleimer. 😉

      • Karlheinz
        ein mülleimer? viel zu wenig. wo bleibt da die trennung? es gibt den grünen, den blauen und den grauen für restmüll. ohne diesen dreien , wird es nichts mit dem berechtigungsschein. schmunzel.und was ganz wichtig ist, man muss arm sein.