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Der Zentrale Omnibusbahnhof in Lüneburg: Hier ist Lüneburgs größter Busverkehrsknotenpunkt. Foto: t&w
Der Zentrale Omnibusbahnhof in Lüneburg: Hier ist Lüneburgs größter Busverkehrsknotenpunkt. Foto: t&w

HVV-Erhöhung fällt moderat aus

ahe Lüneburg. Wer nur gelegentlich mit Bus oder Bahn in der Region unterwegs ist, kann gelassen bleiben: Für ihn ändert sich nichts. Für Pendler hingegen steht eine Erhöhung an. Der Hintergrund: Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) möchte zum 1. Januar nächsten Jahres seine Preise erhöhen, und zwar um durchschnittlich 1,4 Prozent. Viele Fahrkartenarten bleiben im Preis unverändert, zum Beispiel für die einfache Busfahrt im Lüneburger Stadtgebiet oder auch die Fahrt mit dem Metronom von Lüneburg nach Hamburg. Teurer werden sollen allerdings Monatskarten.

Der Preisentwicklung liege der „HVV-Tarifindex“ zugrunde, verdeutlicht HVV-Pressesprecher Rainer Vohl: „In die Berechnung gehen die Verbraucherpreise mit einer Gewichtung von 58,7 Prozent, die Personalkosten mit 33,4 Prozent sowie die Diesel- und Stromkosten mit 3,8 beziehungsweise 4,1 Prozent ein. Der Dieselpreis ist weiter relativ niedrig, die Verbraucherpreise werden auch in diesem Jahr voraussichtlich nur leicht ansteigen. Dies dämpft den Einfluss der steigenden Personalkosten auf den Index, die Preisanhebung liegt somit erneut unter den Werten der Vorjahre.“ Vohl nennt die Vergleichswerte: 2014 seien die Preise um 3,2 Prozent, im Jahr 2015 um 2,6 Prozent und 2016 um 1,9 Prozent gestiegen. Der Antrag für die neuen Tarife werde in den kommenden Wochen in den zuständigen politischen Gremien behandelt.

Einzelfahrt bleibt unverändert

Die Einzelfahrt mit dem Bus innerhalb Lüneburgs, zum Beispiel von Oedeme zum Platz Am Sande, würde unverändert 2,20 Euro kosten. Der Preis für die Monatskarte 1 Zone (die Zone 807 umfasst das Stadtgebiet Lüneburg und einige Umlandgemeinden) würde um 80 Cent von 49,70 Euro auf 50,50 Euro steigen, im Abo („Jahreskarte“) erhöht sich der Preis bei Absegnung von monatlich 40,80 Euro auf 41,40 Euro.

Für die Einzelfahrt mit dem Metronom vom Lüneburger Bahnhof zum Hauptbahnhof nach Hamburg wären auch weiterhin 8,70 Euro fällig. Anders sieht es auch hier beim Monats­ticket für den Metronom für dieselbe Strecke aus, das würde sich von 207,40 Euro auf 210,80 Euro verteuern, im Abo stiege der Preis von 170 Euro auf 172,80 Euro.

Gleichzeitig kündigt der HVV an, eine elektronische Kundenkarte einführen zu wollen, die bargeldloses Bezahlen ermöglicht. Bis zum Jahreswechsel seien alle rund 800 Fahrkartenautomaten umgerüstet. Sie sollen dann die neue personenbezogene HVV-Card lesen, mit der Einzelfahrkarten und Tagestickets gelöst und abgerechnet werden können. Das Bezahlen mit Bargeld an den Automaten bleibe weiter möglich. Ein Vorteil der neuen Karte: Den Fahrgästen wird ein Rabatt von drei Prozent auf die gekauften Einzel- und Tageskarten gewährt. Die rund 2000 Busse sollen spätestens im Sommer 2017 mit neuen Lesegeräten ausgestattet sein.