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Beistand nach der Messerattacke

ca Scharneck. Zwei Psychologen standen nach der Messerstecherei in der Scharnebecker Oberschule am Hebewerk jetzt Schülern und Lehrern für Gespräche zur Verfügung. Einige der rund 670 Mädchen und Jungen hätten das Angebot genutzt, heißt es aus dem Umfeld der Schule. Auch einige Eltern meldeten sich im Sekretariat, um zu erfahren, was am Mittwoch passiert ist und wie Schulleiter Rainer Griebel und sein rund 50-köpfiges Kollegium darauf reagieren.

Für die Polizei hat sich inzwischen ein vorläufiges Bild ergeben: Am Mittwochvormittag sind drei afghanische Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren auf dem Schulhof in Streit geraten. Dabei soll ein Junge ein Taschenmesser gezogen haben. Am Ende waren alle drei verletzt: Einer erlitt einen Stich in den Oberschenkel, einer einen Stich in die Schulter, der nächste Schnittverletzungen. Die Polizei geht davon aus, dass zwei der Beteiligten im Krankenhaus sind. Die Jungen, die mit ihren Familien in Echem und Scharnebeck wohnen, sollen die Schule seit einigen Monaten besuchen. Sie gelten den Ermittlern nach nicht als auffällig.

In der Schule ging es nach LZ-Informationen darum, das Geschehen erst einmal zu verarbeiten. Die übrigen Schüler seien wie gewohnt zum Unterricht erschienen. Rektor und Kollegium wollen in Abstimmung mit der Landesschulbehörde besprechen, wie sie weiter vorgehen. Denkbar seien Elternabende, um zu informieren.

Die Landesschulbehörde hat der Schule untersagt, offiziell Stellung zu nehmen und sich selbst vorbehalten, sich zu äußern.

Viel konnte oder wollte Behördensprecherin Bianca ­Schöneich aber nicht sagen. Es gebe keine Auskunft zu den beteiligten Schülern: „Datenschutz.“ Wann die Schüler zurückkehren, ob sie alle zurückkehren oder auf Schulen verteilt werden, könne sie nicht beantworten, sagte die Sprecherin. Entsprechende „Ordnungs- und Erziehungsmittel“ würden geprüft. Und: „Das ist Sache der Schule und der Klassenkonferenz.“ Wann findet die statt? „Schnellstmöglich.“ Was bedeutet das zeitlich konkret? Sie könne kein Datum nennen. Wie und in welcher Form Eltern informiert werden, sei noch nicht klar. Aktuell bestehe kein Risiko, da die drei am Streit beteiligten Jungen ja nicht zur Schule gingen. Allerdings scheinen die Verletzungen laut Polizei nicht so schwerwiegend, als dass die Jugendlichen über Wochen krank sind.

In der Schule, so heißt es aus dem Umfeld, stehen Rektor Rainer Griebel und seine Kollegen im Fall der Fälle weiter für Gespräche bereit. Man wolle nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Bei der Polizei hat das Kommissariat Jugendkriminalität den Fall übernommen. Die Beamten versuchen auch zu klären, warum es überhaupt zu der Messerattacke gekommen ist. Gerüchteweise könnte der Streit um Mädchen ein Anlass gewesen sein.

Mehr dazu:

Messerstecherei an Scharnebecker Schule

4 Kommentare

  1. Ich glaube nicht, dass die Täter durch eine Klassenkonferenz ihr Verhalten ändern.

  2. Ich befürchte das steht uns (Deutschland) noch hundertausend-fach sehr viel Arbeit bevor. Diese 3 Jugendlichen kommen aus Afghanistan. Ein Land in dem seit vielen Jahrzehnten nur Gewalt, Krieg und Terror regiert. Die 3 haben nie etwas anderes kennengelernt. Konflikte werden dort nunmal mit Gewalt gelöst. Und mit dem Überschreiten der europäischen Grenze soll das Verhalten abgelegt sein ?! Hmmm… ich befürchte nicht. Ich will auf gar keinen Fall verallgemeinern … aber es muss da noch sehr viel psychologische Arbeit geleistet werden.

    • @“Ron“, 15. August 2016 at 13:12:
      „(…)Ich will auf gar keinen Fall verallgemeinern(…)
      ———————————————————————————————————————————————————
      Warum machen sie das dann?

  3. „Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt.“ – Regierungserklärung, Berlin, 11. März 2004, Peter Struck, Verteidigungsminister – SPD.

    Das ist ein wenig daneben gegangen.