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Für die Freunde historischen Blechs ist das Oldtimertreffen am Sonntag der Magnet schlechthin. Foto: cw
Für die Freunde historischen Blechs ist das Oldtimertreffen am Sonntag der Magnet schlechthin. Foto: cw

Bleckede im Zeichen der Historie + + + Mit Fotogalerien

cw Bleckede. „Nun, holde Maid, findet Ihr nicht auch, dass sich dieses Geschmeide ausnehmend vorteilhaft an Eurem elfenhaften Hals macht?“ Mit geübtem Schwung zaubert der Händler mit der einen Hand einen Spiegel hervor, während er mit der anderen eine fili-grane Kette um den Hals der jungen Dame legt. Die jedoch wehrt lachend den Marktvagabunden ab und bummelt weiter die Stände mit den mittelalterlichen Angeboten entlang.

Am Wochenende stand ganz Bleckede im Zeichen vergangener Zeiten. Rund um das Elbschloss herrschte mittelalterliches Treiben: Spielleute, Händler, Marktschreier, Ritter und Edeldamen gaben sich ein Stelldichein. Auf dem Schützenplatz ging es dann ein paar hundert Jahre später weiter mit dem großen Oldtimertreffen „Odies achtern Diek“ am Sonntag und wer zwischendurch einen Ausflug in die Gegenwart brauchte, konnte gemütlich durch die verkaufsoffene Innenstadt bummeln.

Das historische Wochenende in Bleckede zieht inzwischen Tausende Besucher aus nah und fern an, denn das Flair der kleinen Elbstadt hat sich herumgesprochen. „Ich versuche schon seit drei Jahren, mit dabei zu sein und dieses Jahr hat es endlich geklappt“, freute sich Marc Homuth, der eine ausgesuchte Sammlung feinster Whiskeysorten feilhielt. „Das ist total angenehm hier, völlig stressfrei und alle sind gut gelaunt.“

Von Beginn an war beim Fest etwas los, viele Besucher kamen selbst in mittelalterlicher Gewandung. „Das ist mal was ganz anderes, wie ein Ausflug in andere Zeiten“, sagte Sylvia Kleinschmitt aus Winsen. „Man fühlt sich gleich ganz anders, wenn man so angezogen ist.“ Ob Edelsteinglücksrad oder Vornamenskundiger, Metallica-Stücke auf mittelalterlichen Instrumenten oder einfach nur Essen, das man eben nicht auf jedem Jahrmarkt bekommt — hier war für jeden etwas dabei.

Fachsimpeln über Motorhauben

Für die Freunde historischen Blechs ist das Oldtimertreffen am Sonntag der Magnet schlechthin. Frühmorgendliche Glückstreffer auf dem Teilemarkt, gemütliches Schlendern und Staunen oder Fachsimpeln über Motorhauben sind Garanten für einen gelungenen Ausflug. Für Aufsehen hinter den Kulissen sorgten die Schlepperfreunde Häcklingen. Sie reisten mit vier Fahrzeugen per Zug aus Lüneburg an. Pünktlich zum historischen Wochenende hatte die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg (AVL) wieder den Heideexpress auf die Schienen gesetzt — diesmal aber mit einem besonderen Wagon für die Trecker.

„Das war total klasse, die AVL hat sich richtig Mühe gegeben, damit alles reibungslos klappt“, freut sich Detlef Wurster, Vorsitzender der Schlepperfreunde. „Wir haben halt zwei Fahrzeuge dabei, die maximal 13 Stundenkilometer schnell sind und das hätte sonst ewig gedauert, die hierher zu bringen.“

Um die Oldies zu verladen, hatten die Schlepperfreunde sich extra lange Verladerampen geliehen, noch ein bisschen geschweißt und schließlich konnten die Trecker auf den Zug rollen. „Das war ein schönes Erlebnis und wir haben nur den regulären Fahrpreis gezahlt“, so Wurster. „So haben wir beide etwas davon: Die AVL kann mal was anderes ziehen als nur die Personenwaggons und wir haben eine schnelle Anreise.“

FOTOGALERIE BURGFEST

FOTOGALERIE OLDTIMER-TREFFEN