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Danny hat seine ganz persönliche Belohnung schon bekommen: Frauchen Doris Röder hat an der Ziellinie mit einem großen Stück Käse auf ihn gewartet. Foto: tt
Danny hat seine ganz persönliche Belohnung schon bekommen: Frauchen Doris Röder hat an der Ziellinie mit einem großen Stück Käse auf ihn gewartet. Foto: tt

Lüneburger Hunderennen mit 130 Teilnehmern

tt Lüneburg. Danny hechelt. Er ist erschöpft, freut sich aber über das große Stück Käse, das am Ziel auf ihn gewartet hat. Für den Zwölfjährigen ist es die erste Teilnahme an einem Hunderennen — und das in seinem stattlichen Alter. Der Vierbeiner mit der Startnummer 20 ist einer von rund 130 Startern beim Wettbewerb des Hundesportvereins PHV Lüneburg.

Danny ist an diesem Tag nicht der einzige Hund, der sich am Ziel über eine unverhoffte Belohnung freut. Daneben finden sich meist stolze Besitzer der Hunde, für die der 50 Meter lange Weg vom Start ins Ziel oft noch anstrengender ist als für die Tiere selbst. Der Ablauf des Rennens ist einfach: jeweils ein Hund wird von seinem Besitzer an der Startlinie positioniert und wartet dort, bis das jeweilige Herrchen oder Frauchen an der Ziellinie ankommt — meist mit zusätzlicher „Motivation“ in Form von Wurst oder Käse im Gepäck. Dann rennen die Vierbeiner die 50 Meter lange Strecke — immer das Herrchen und die Motivation vor Augen. Dabei läuft die Stoppuhr.

Es kommt vor, dass manch ein Hund auf dem Weg sein Ziel aus den Augen verliert und sich durch Gerüche oder Menschen im Augenwinkel ablenken lässt. Aber letztlich sei noch jeder Hund irgendwann bei seinem Besitzer angekommen, erzählt Sandra Bryndel schmunzelnd. Sie ist Vorsitzende des ausrichtenden Hundesportvereins und freut sich „zusammen mit ihrem tollen Team“ schon das ganze Jahr auf das Großereignis. Es war das nunmehr 6. Lüneburger Hunderennen.

„Wir starten diesmal in elf verschiedenen Klassen, wo wir nach Alter und Widerristhöhe unterscheiden“, erklärt sie. Zwei der Klassen seien speziell und laufen größenunabhängig: die „Babyklasse“ für Hunde im Alter von drei bis fünf Monaten und die Klasse für „Supersenioren“, also Hunde älter als zwölf Jahre. „Angefangen haben wir damals mit etwa 60 Teilnehmern“, berichtet Sandra Bryndel. „Aber die Zahl ging dann sprunghaft auf die 100 zu und drüber hinaus, das halten wir seit Jahren konstant.“

Viele Teilnehmer seien „Wiederholungstäter“. „Der Spaßfaktor steht immer im Vordergrund“, erklärt sie. Viele wollen „einfach einen schönen Tag haben“. Und noch eine weitere Sache freut Bryndel: Es gehe immer friedlich zu auf dem Hundeplatz. „Obwohl wir hier mit vielen Hunden auf verhältnismäßig engem Raum sind, ist es noch nie zu Unfällen oder ähnlichem gekommen.“ Die entspannte Atmosphäre unter den Menschen übertrage sich auf ihre Tiere.

Entspannt ist nach dem Rennen auch Rüde Danny wieder. Seine Besitzerin Doris Röder ist mit ihm extra aus Hamburg-Sinstorf angereist und freut sich über die tolle Veranstaltung. Erfahren habe sie vom Lüneburger Hunderennen in ihrem heimischen Hundeverein und dann beschlossen, „einfach mal aus Spaß mitzumachen“. „Ich hätte aber nicht gedacht, dass mein Danny so schnell ist“, verrät sie. 9,23 Sekunden hat ihr Hund am Ende für die 50-Meter-Strecke gebraucht — durchaus beachtlich für sein Alter, wie Röder findet. Am Ende wird Danny mit seiner Zeit 4. in der Klasse der Super-Senioren — aber die Platzierung ist eher nebensächlich beim Hunde­rennen.

Die Sieger

25-Meter-Strecke
Welpen: Elmo/Karin Pisarek (3,75 Sekunden)

50-Meter-Strecke
Midi Junior:Shiney/Nicole Aschmann (4,65 Sekunden)
Maxi Junior:Face/Stefanie Kühl (4,33 Sekunden)
Mini Adult: Miley/Stephanie Röder (5,38 Sekunden)
Midi Adult:Maya/Kiruna Lissy (4,38 Sekunden)
Maxi Adult: Athos/Udo Ludwig (4,18 Sekunden)
Mini Senioren: Bruno/Angela Lüth (6,32 Sekunden)
Midi Senioren: Jack/Jessica Oertel (4,62 Sekunden)
Maxi Senioren: Indigo/Jessica Oertel (4,33 Sekunden)
Super-Senioren: Yanosch/Hans-Peter Prenzel (5,93 Sekunden)