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Direkt an der Bundesstraße 209, in der Nähe des Ortseingangs und neben dem im Bau befindlichen Feuerwehrgerätehaus, soll nach dem Willen der Artlenburg so schnell wie möglich ein Supermarkt entstehen. Foto: be
Direkt an der Bundesstraße 209, in der Nähe des Ortseingangs und neben dem im Bau befindlichen Feuerwehrgerätehaus, soll nach dem Willen der Artlenburg so schnell wie möglich ein Supermarkt entstehen. Foto: be

Artlenburger Gemeinderat will Bebauungsplans ändern

Von Ingo Petersen
Artlenburg. Wird ein Traum vieler Artlenburger — der Traum, sich im eigenen Ort mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs eindecken zu können — im kommenden Sommer wahr? Bürgermeister Rolf Twesten hofft darauf. Die für den Bau eines Nahversorgers in der Gemeinde notwendige „2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 8 Nahversorgung an der Bundesstraße“ steht in der nächsten Sitzung des Artlenburger Gemeinderats auf der Tagesordnung. Der Rat tagt am Mittwoch, 17. August, 20 Uhr, im Gasthaus Nienau (Große Straße 24).

Die Artlenburger Ratsmitglieder werden sich morgen mit den während der zurückliegenden Auslegung des Bebauungsplans eingegangenen Stellungnahmen von Behörden, Trägern öffentlicher Belange und von Bürgern auseinandersetzen und darüber beschließen — ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Supermarkt für Artlenburg mit seinen 1650 Einwohnern, „und das mit steigender Tendenz“, so Twesten.

Die Vision vom Supermarkt in der Gemeinde gibt es schon lange: Aus dem Jahr 2000 stammt der gültige Bebauungsplan für das Gelände an der Bundesstraße 209, Ecke Marschenweg. Damals hatte ein Investor die rund 11000 Quadratmeter große Fläche erworben, wollte dort Tankstelle und mehrere Geschäfte realisieren. Aus den Plänen wurde nichts, der Investor musste Insolvenz anmelden.

Die Gemeinde kaufte dann 2010 die Fläche selbst und machte sich auf eigene Faust auf die Suche nach einem Lebensmittelmarkt-Betreiber. Mit dem Discounter „Norma“ hoffen die Artlenburger nun, das richtige Unternehmen gefunden zu haben. Man sei weiterhin „in Verhandlungen“, berichtet Rolf Twesten.

Anfang kommenden Jahres könnte Baubeginn sein

Eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern sollte der Artlen­burger Nahversorger ursprünglich haben. Ein von der Gemeinde Artlenburg in Auftrag gegebenes Gutachten unterstützte dieses Vorhaben. Protest dagegen gab es unter anderem aus Hohns­torf: Verschiedene Supermärkte in angrenzenden Gemeinden, die gerade erst gebaut oder erweitert wurden, würden in ihrem Bestand wegen der neuen Konkurrenz gefährdet werden, hieß es.

Mit „999 Quadratmeter“ gibt Bürgermeister Twesten jetzt die geplante Größe des Norma-Marktes an. „Noch für dieses Jahr, vielleicht im Oktober“, hofft der Ortschef auf den entscheidenden Satzungsbeschluss für die Verwirklichung des Artlenburger Traums, Anfang kommenden Jahres könnte dann Baubeginn sein.

Auf dem östlichen Teil des Areals zwischen Bundesstraße 209, Marschenweg und Schanzengraben wird bereits seit einigen Monaten gebaut. Dort entsteht im Auftrag der Samtgemeinde Scharnebeck für rund 1,2 Millionen Euro das neue Feuerwehrhaus der Gemeinde Artlenburg mit ausreichend Platz für fünf Fahrzeuge, die Mitglieder der örtlichen Feuerwehr und auch die Aktiven des Feuerwehrmusikzugs, die künftig im Schulungsraum üben können.

Die Außenmauern sind bereits hochgezogen. „Kommende Woche soll die Stahlhalle für die Fahrzeuge aufgebaut werden“, berichtet Rolf Twesten. Auch der Termin für das Richtfest stehe bereits fest, erklärte der Bürgermeister: Freitag, 9. September.