Aktuell
Home | Lokales | Betonmischer im Dauereinsatz
220 Kubikmeter Beton haben Arbeiter auf den Bewehrungsstahl des Oberbaus der Wandrahmbrücke eingebaut. Nun muss er trocknen. Foto. t&w
220 Kubikmeter Beton haben Arbeiter auf den Bewehrungsstahl des Oberbaus der Wandrahmbrücke eingebaut. Nun muss er trocknen. Foto. t&w

Betonmischer im Dauereinsatz

Von Antje Schäfer

Lüneburg. Der Neubau der Wandrahmbrücke nimmt weiter Gestalt an. Gestern wurden rund 220 Kubikmeter Beton in den Bewehrungsstahl des Oberbaus eingebaut. „Der braucht rund einen Monat, bis er seine Festigkeit erreicht hat. Parallel dazu wird aber weiter gearbeitet“, erläuterte Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, an der Großbaustelle. Mitte Oktober, einen Monat früher als ursprünglich geplant, soll der Verkehr wieder über die Ilmenauquerung im Verlauf der Willy-Brandt-Straße fahren.
200 Tonnen Bewehrungsstahl waren in den vergangenen Tagen auf dem Tragwerk der Brücke eingebaut worden oberhalb der Stahlhohlkästen, die bereits im Juli eingehängt wurden. Die Stahlkonstruktion sei praktisch wie ein Skelett, das die Zugkräfte übernimmt und diese über die Widerlager an den Seiten in den Boden ableitet, erläuterte Brückenbauer Jörg Silex. Statiker der Firma Ingenieure im Bauwesen GmbH & Co. KG, die für die Planung der Brücke, Bauüberwachung sowie für die Oberbau-Leitung zuständig ist, hatten im Vorfeld errechnet, wie viel Stahl notwendig ist, um die Verkehrslast der rund 30000 Fahrzeuge pro Tag sowie Schnee aufnehmen zu können.
28 Betonmischer, jeder mit einem Fassungsvermögen von acht Kubikmetern, rollten gestern nacheinander an der Baustelle an. Über eine Pumpe floss der Beton auf die Stahlmatten. „Macht insgesamt 720 Tonnen Beton inklusive der Feuchtigkeit“, rechnete Silex vor. Der muss nun austrocknen. Das braucht einen Monat Zeit.

„Im Anschluss werden die Übergänge zwischen Fahrbahn und Brücke eingebaut sowie Rad- und Fußwege fertiggestellt. Danach erfolgen der Aufbau des Geländers sowie die Asphaltierungsarbeiten“, erklärte Uta Hese­beck zum Fortgang.
Einen Monat früher als ursprünglich geplant soll es Mitte Oktober wieder freie Fahrt heißen. „Derzeit liegen wir voll im Plan.“ Möglich wurde die verkürzte Bauzeit durch eine sogenannte Beschleunigungsvergütung, die Ende Juni mit dem bauausführenden Unternehmen vereinbart wurde. Dadurch erhöhten sich die ursprünglichen Baukosten von 3,5 Millionen Euro um 60000 Euro. Um schneller vo­ranzukommen, setzte das Unternehmen mehr Personal ein. Früher fertig zu werden, sei nicht nur für das Unternehmen zum Vorteil, sagt Hesebeck, sondern auch ganz im Sinne der Lüneburger Bürger, der Stadtverwaltung und Politik. „Denn wir möchten, dass die Zeit der Umleitungen möglichst schnell beendet ist.“