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Investition in die Bildung: Der Anbau von außen mit Igel und dem Schriftzug der Schule über der Glasfront. Foto: sp
Investition in die Bildung: Der Anbau von außen mit Igel und dem Schriftzug der Schule über der Glasfront. Foto: sp

Umbau verschlingt Millionen

Lüneburg. Rund 42 Millionen Euro investiert die Stadt Lüneburg bis 2020 in Bildung, in Schulen, Kitas und Sporthallen. Der Zeitablauf für die Vorhaben und deren Finanzierung sind im sogenannten Bildungsfonds festgezurrt. Zu Beginn dieses Schuljahres häufen sich nun die Übergaben und Spatenstiche. Gleich an vier Schulen standen und stehen in diesen Tagen kleine Feierstunden an.

Die Igelschule in Hagen hat gerade ihre neue Mensa in Betrieb genommen. Mit dem Anbau, der von außen mit Igel-Schriftzug über einer großen Glasfront auffällt und innen mit warmen Farben und Holzmöbeln aufwartet, ist ein neues Herzstück für die Ganztagsschule entstanden. Der Raum kann zum Essen und für Veranstaltungen genutzt werden. Schulleiter Henning Torp dankte der Stadt als Schulträger, den Handwerkern und vor allem Sabine Supplie, die als Hauswirtschaftskraft und „gute Fee“ die Zeit der Provisorien großartig gemeistert habe. Ebenso würdigte Torp den Einbau des Fahrstuhls für inklusive Beschulung: „Nun können alle unsere Schüler alle Räume nutzen“, vom Werkraum im Keller bis zum Musikraum im 2. Stock.

Bereits 2014/2015 hatte die Stadt an der Igelschule neue Klassen- und Gruppenräume im Dachgeschoss ausbauen lassen. Insgesamt flossen für beide Bauabschnitte 2,5 Millionen Euro.

Neue Mensa und größere Sporthalle

Die Grundschule Hasenburger Berg mit ihren rund 340 Schülern hat die Bauzeit noch vor sich. Für den Betrieb als Ganztagsschule sind An- und Umbauten sowie Sanierungen notwendig. Gleichzeitig wird der Brand- und Schallschutz verbessert. Schulleiterin Marianne Borowski wertete den jetzt erfolgten Spatenstich als „Startsignal für eine größere und schönere Grundschule Hasenburger Berg“.

Das rund 6,8 Millionen Euro umfassende Bauvorhaben ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Im Jahr 2017 soll die neue Mensa fertig werden, in der bis zu 100 Kinder gleichzeitig essen können, im Jahr darauf soll die Erweiterung des Schulgebäudes abgeschlossen sein, voraussichtlich 2019 die Erweiterung der Ein-Feld-Sporthalle um ein weiteres Feld.
Als nächstes steht nun am Freitag, 19. August, das Johanneum im Blickpunkt. Auch dort steht der erste Spatenstich an das Gymnasium an der Theodor-Heuss-Straße erhält einen Erweiterungsneubau. Ende kommenden Jahres soll er fertig sein, im Anschluss werden im Altbau der Schule noch einige Räume saniert und die Küche erweitert. Dann soll auch die Außenstelle aufgelöst werden, die sich aktuell noch im Gebäude der Gesamtschule in Kaltenmoor befindet, so dass dann alle Schüler des Johanneums an einem Standort unterrichtet werden. Etwa 6,5 Millionen Euro kalkuliert die Stadt für die Baumaßnahmen ein.

Die zweite Erweiterung innerhalb kürzester Zeit erlebt die Schule Im Roten Felde. Nachdem sie vor fünf Jahren einen Anbau mit Mensa und Bücherei bekommen hatte, sind nun zwei weitere neue Funktionsräume entstanden. Auch ein Fahrstuhl wurde eingebaut, außerdem gab es energetische und brandschutztechnische Ertüchtigungen im Schulgebäude. Die Stadt hat in diese vor einem Jahr begonnene Erweiterung 1,4 Millionen Euro investiert. Am Freitag, 26. August, wird der Anbau offiziell übergeben. sp