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Der Ökostrom, den die Stadt sowie weitere Kommunen und Gesellschaften beziehen, stammt aus Wind- und Wasserkraftanlagen in Norwegen. Foto: t&w
Der Ökostrom, den die Stadt sowie weitere Kommunen und Gesellschaften beziehen, stammt aus Wind- und Wasserkraftanlagen in Norwegen. Foto: t&w

Grünes Licht für Ökostrom

Von Antje Schäfer

Lüneburg. Grünes Licht für den Stromliefervertrag der Hansestadt Lüneburg für die kommenden zwei Jahre hat der Verwaltungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung gegeben. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dafür aus, dass die EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG den Zuschlag erhalten soll. Diese liefert für die Jahre 2017 und 2018 Strom komplett aus erneuerbaren Energien. Der Ökostrom stammt laut Stadt aus Wind- und Wasserkraftanlagen in Norwegen.

Obendrauf noch Ersparnis

Das Hildesheimer Energieversorgungsunternehmen hatte sich zuvor neben fünf weiteren Bietern aus Deutschland an der europaweiten Ausschreibung beteiligt, die die Stadt gemeinsam mit den Kommunen Adendorf, Amt Neuhaus, der Samtgemeinde Gellersen sowie der Bildungs- und Kulturgesellschaft von Stadt und Kreis, der Theater GmbH, der Lüneparken GmbH und der Museumsstiftung veranlasst hat.

Das Gesamtvolumen war erneut 7,8 Millionen Kilowattstunden. Aber gegenüber dem vorherigen Vertrag beläuft sich die Ersparnis pro Jahr auf rund 40000 Euro.
Wie schon bei der jüngstenten Stromausschreibung hatte es im Vorfeld eine „Arbeitsgruppe Öko-Strom“ gegeben, der Vertreter von Verwaltung, Ratsfraktionen sowie örtlichen Vereinen und Verbänden, die sich für erneuerbare Energien starkmachen, angehörten. Diese formulierten Wünsche für den zu liefernden Strom. So wurde laut Stadtverwaltung unter anderem ausgeschrieben, dass der Strom komplett aus erneuerbaren Energien stammen muss.

Die Erzeugungs- und Bezugsquellen waren nachzuweisen, die Anlagen durften nicht älter als sechs beziehungsweise zwölf Jahre sein. Bei der letzten Ausschreibung im Jahr 2014, für die der Energiekonzern EnBW Stuttgart den Zuschlag erhalten hatte, legte die Stadt das Kriterium fest, dass ein Drittel des Stroms aus Anlagen kommen muss, die nicht älter als sechs Jahre sind, ein Drittel aus Anlagen, die nicht älter als zwölf Jahre sind, bei einem Drittel wurde das Alter jedoch nicht festgelegt. Ebenfalls wie in den Vorjahren wurde das EU-weite Vergabeverfahren durch externe Vergaberechtsexperten begleitet. Das wirtschaftlichste Angebot zog.

Das Unternehmen

Die EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG ist ein kommunales Energieversorgungsunternehmen in der gleichnamigen Stadt. Das Unternehmen wurde 1998 als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Hildesheim AG gegründet und beschäftigt rund 270 Mitarbeiter. Eigentümer sind die Stadtwerke Hildesheim AG (74,8 Prozent) und die Thüga AG in München (25,2 Prozent).