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Gartenarbeit inmitten der Stadt: Für das Projekt Urban Gardening sollen 24 Hochbeet-Kisten aufgestellt werden. Skizze: sp
Gartenarbeit inmitten der Stadt: Für das Projekt Urban Gardening sollen 24 Hochbeet-Kisten aufgestellt werden. Skizze: sp

Urban Gardening: Wenn alle zusammen gärtnern

Lüneburg. Erdbeeren pflanzen im Park, Tomaten ziehen auf öffentlichen Plätzen, oder doch lieber ein paar bunte Blumen säen? All das ist möglich beim sogenannten Urban Gardening. Mitmachen kann jeder dabei bald auch in Lüneburg. Die Stadt plant, insgesamt 24 Hochbeet-Kisten aufstellen zu lassen: sechs im ­Scunthorpe-Park, zehn im Clamart-Park, sechs im Park am Krankenhaus und zwei im Rathausgarten. „Aber nur wenn sich ausreichend Sponsoren für die Kisten finden und Menschen oder Gruppen, die die Beete pflegen“, erklärt Constanze Keuter, Grünplanerin der Stadt. „Die Idee von ,Urban Gardening‘ ist ja die, dass nicht etwas von oben vorgegeben wird, sondern dass die Initiative aus der Bevölkerung kommt. Als Stadt schaffen wir dafür lediglich die Rahmenbedingungen.“

Phase 1

In Phase 1 können sich ab sofort mögliche Sponsoren für die Pflanzkisten bei der Grünplanerin melden. Das Modell soll einheitlich für das Stadtgebiet und hochwertig sein. Infrage kommt etwa ein Bausatz aus Natur-Lärchenholz, inklusiv Noppenmatte und Mausgitter für rund 350 Euro – bei größerer Mengenabnahme eventuell günstiger. Die Maße der Kiste sind 2 mal 1 Meter. Das Beet ist 85 Zentimeter hoch. „So kommt man von allen Seiten und rückenschonend an die Pflanzen ran“, so die Stadt-Mitarbeiterin. Wer jetzt schon weiß, dass er ab dem Frühjahr 2017 die Patenschaft und Pflege einer Pflanzkiste übernehmen möchte, kann sich aber auch schon jetzt bei der Stadt melden! Paten können Einzelpersonen und Familien, aber auch Vereine, Einrichtungen oder etwa Kitas sein.

Phase 2

Phase 2 gilt dann dem Aufbau: Im Herbst und Winter 2016/2017 werden die Holzkästen in den Werkstätten von Job.Sozial zusammengebaut und hinterher bei der AGL gelagert. „Wer Lust hat, selbst Hand anzulegen, kann sich melden und in den Werkstätten helfen“, ergänzt Constanze Keuter. „Auch hier kommen Einzelne und Gruppen infrage. Neben Kitas können das auch Grundschulklassen sein, etwa im Rahmen eines Schulprojekts.“

Phase 3

In Phase 3 geht es dann ans Eingemachte: Wer übernimmt die Pflege? Wer spendet Erde? Wer spendet Pflanzen oder Saatgut? „Die AGL stellt anschließend noch Wassertanks in den Parks auf, damit die Paten ihre Gießkannen füllen können, und dann kann es endlich losgehen“, freut sich die Grünplanerin.
Grünplanerin Constanze Keuter ist für Fragen aller Art oder Interessenten erreichbar unter Tel.: (0 41 31) 3 09 39 44. sp