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Kurz mal zum Herzcheck war Leonberger Amicus in der Tierklinik  Lüneburg. Mit den Tierärzten Uta Rönneburg, Dr. Friedrich Müller, Dr. Dirk Remien und Dr. Uwe Zimmermann (v.l.) freut er sich auf den Start der Doku Hautnah: Die Tierklinik. Sie wird den Sendeplatz um 18 Uhr bekommen, auf dem bislang mieten, kaufen, wohnen zu sehen ist. Foto: t&w
Kurz mal zum Herzcheck war Leonberger Amicus in der Tierklinik Lüneburg. Mit den Tierärzten Uta Rönneburg, Dr. Friedrich Müller, Dr. Dirk Remien und Dr. Uwe Zimmermann (v.l.) freut er sich auf den Start der Doku Hautnah: Die Tierklinik. Sie wird den Sendeplatz um 18 Uhr bekommen, auf dem bislang mieten, kaufen, wohnen zu sehen ist. Foto: t&w

Und die Kamera läuft in der Tierklinik immer mit

Von Antje Schäfer
Lüneburg. Die beliebte ARD-Telenovela „Rote Rosen“ bekommt tierische Konkurrenz. Ab dem 5. September startet die Tierärzte-Doku „Hautnah: Die Tierklinik“ auf Vox, die ebenfalls in Lüneburg gedreht wird. Sie gibt Einblick in den turbulenten und bewegenden Arbeitsalltag der Klinik an der Stadtkoppel und wird von montags bis freitags jeweils ab 18 Uhr ausgestrahlt.

Wenn das Kaninchen Schnupfen hat

Ob Kaninchenschnupfen, Bandscheibenvorfall, Welpengeburt oder Kreuzbandriss — an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr dreht sich in der Tierklinik Lüneburg alles um das Wohlergehen geliebter Haustiere. 52 Mitarbeiter unter Leitung der Klinik-Chefs Uta Rönneburg, Dr. Friedrich Müller, Dr. Dirk Re­mien und Senior-Partner Dr. Uwe Zimmermann behandeln pro Tag bis zu 150 Haustiere, 50 Prozent der tierischen Patienten werden weit über die Grenzen Lüneburgs hinaus aus Tierarztpraxen überwiesen. Bereits 2007 und 2009 hatte die Produktionsfirma „Fandango Film TV GmbH“ unter anderem in der Tierklinik Lüneburg Folgen für die Tierarzt-Doku „Menschen, Tiere und Doktoren“ gedreht. Aufgrund der guten Zusammenarbeit entschied man sich, das neue Fernsehformat auch hier anzusiedeln, sagt Jan Biekehör, Executive Producer für Eigenformate bei Vox. Seit Mitte März wird gedreht.

Insgesamt 35 Kameras sind in den fünf Behandlungsräumen sowie zwei Operationssälen installiert, mit mobilen Kameras wird zudem beim Röntgen, Magnetresonanztomografie und bei der Computertomografie gefilmt. Damit eingefangen wird der reale, authentische Klinikalltag. Im Vorfeld sucht die Produktionsfirma mit dem Ärzteteam tierische Patienten aus. Mit den Besitzern wird dann gesprochen, sie müssen eine Einverständniserklärung abgeben. Dann werden Herrchen oder Frauchen sowie das medizinische Personal mit Mikrophonen ausgestattet. Im Konferenzraum der Klinik hat sich das Produktionsteam eingerichtet, um das Bild- nebst Tonmaterial zu sichten und zu verarbeiten.

Vorerst sind 90 Folgen geplant

Der Zuschauer ist dann vom Eintreffen des Patienten in der Praxis über die Diagnose bis zur Behandlung dabei, erlebt bewegende Momente. Denn häufig hat das Team auch um das Leben schwerstverletzter Tiere zu kämpfen. Für die Halter bedeutet das oft eine Achterbahn der Gefühle. „Tiermedizin hat mit Kompetenz und Herz zu tun, denn Freud und Leid liegen dicht nebeneinander. Das bedeutet auch psychologische Betreuung in schweren Stunden“, wissen Dr. Remien und seine Medizinerkollegen nur zu gut. Auf dokumentarische Weise will die Sendung veranschaulichen, dass der Alltag der Tierärzte nicht nur medizinische Höchstleistung erfordert, sondern auch pure Emotionen und bewegende Geschichten bereithält.

Der Zuschauer erfährt aber nicht nur jede Menge Interessantes über Tiererkrankungen und was in der Tiermedizin alles möglich ist, es gibt auch Einspieler von Lüneburg. Ein guter Werbefaktor für die Hansestadt wie bereits durch die Erfolgsserie „Rote Rosen“. Laut Jan Biekehör handelt es sich um ein vollkommen neues Format. Vorerst gehen 90 Folgen über den Sender. Kommt die Doku gut beim Zuschauer an, sind weitere Folgen möglich.