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Jörgen und Rita Hohenstein haben bislang das Globetrotter-Treffen im Amelinghausen organisiert. Doch die 20. Auflage ist für sie die letzte, dann übernimmt Carsten Rennecke (v.l.) Foto: bau
Jörgen und Rita Hohenstein haben bislang das Globetrotter-Treffen im Amelinghausen organisiert. Doch die 20. Auflage ist für sie die letzte, dann übernimmt Carsten Rennecke (v.l.) Foto: bau

Globetrotter treffen sich zum 20. Mal in Amelinghausen

Von Marcel Baukloh
Amelinghausen. Rita und Jörgen Hohenstein sind begeisterte Globetrotter. Afrika, Asien, Europa — die beiden haben auf ihren Reisen viel gesehen und erlebt. Ein Fixpunkt ist für die beiden seit fast 20 Jahren aber auch Amelinghausen. Denn seit 1997 organisieren sie mit rund 30 Helfern am Waldbad-Gelände eines der größten Treffen für Abenteurer. Bis zum Sonntag, 28. August, ist es einmal wieder so weit.

Was vor 19 Jahren mit rund 400 „Reisefreaks“ begonnen hatte, zieht als AMR-Globetrotter-Treffen mittlerweile an drei Tagen mehr als 1600 Abenteurer mit ihren Expeditions-Reisemobilen und Off-Road-Fahrzeugen, aber auch viele Tagesgäste an. „Auf die Teilnehmer warten wieder spannende Reiseberichte und Vorträge aus unterschiedlichen Teilen der Welt sowie ein privater Fahrzeug-, Ausbau- und Ausrüstungsteile-Flohmarkt als Tauschbörse“, sagt Organisator Jörgen Hohenstein. Für ihn und seine Frau Rita ist das 20. Treffen zugleich auch das letzte.

„Wir brechen danach zu einer Weltreise mit offenem Ende auf“, sagt der 69-Jährige. Das Treffen in Amelinghausen wird es aber weiterhin geben, einen Nachfolger haben die beiden mit Carsten Rennecke schon gefunden. Der Hamburger ist leidenschaftlicher Globetrotter, betreibt in Berlin eine Firma für Vermietung und Ausrüstung von Spezial-Geländewagen. Zudem ist der 51-Jährige auch Veranstalter von Off-Road-Reisen.

Zu Gast in Amelinghausen beim AMR-Treffen war Rennecke schon häufig, erstmals 2009. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt Rennecke und ergänzt: „Ich wünsche mir, dass wir das hohe Niveau weiterführen können, viele der engagierten Helfer auch unter meiner Leitung mit an Bord bleiben.“

Fast vier Jahre lang haben die beiden an ihrem Fahrzeug gewerkelt

Rita und Jörgen Hohenstein werden im kommenden Frühjahr zu ihrer Weltumfahrung aufbrechen. „Zuvor machen wir noch eine zweite Testfahrt mit unserem allradbetriebenen MAN M90“, sagt Hohenstein. Die führt von September bis Januar durch das Baltikum, Russland, Aserbaidschan, Iran bis nach Oman, von dort zurück durch den Iran, die Türkei, Griechenland, Bulgarien bis nach Deutschland. Fast vier Jahre lang haben die beiden an ihrem Fahrzeug gewerkelt, um es für die Weltreise herzurichten. Über ihre erste Testfahrt mit dem Gefährt nach Marokko in diesem Jahr halten die beiden einen Vortrag am Sonnabend, um 24 Uhr, im Klönschnackzelt.

Hohensteins können über ihre Touren viel erzählen. „Abenteuerlustig waren wir schon immer“, sagt Jörgen. Mit knapp 20 Jahren lenkte er seinen Renault 4 quer durch Frankreich — am liebsten abseits normaler Straßen. Schnell wuchsen die Dimensionen. Mit dem VW-Bus steuerte er Griechenland, Marokko und die Türkei an. Doch auch der reichte bald nicht mehr aus.

Beim Bundesgrenzschutz kaufte er 1988 einen alten Hanomag AL 28. 1995 ersteigerte er von der britischen Rheinarmee für damals 20000 Mark einen MAN-Pritschenwagen G90, den er für mehrere Zehntausend Mark zu einem Expeditions-Mobil ausstattete, um sich mit seiner Frau Rita in fremden Ländern außerhalb der bekannten Wege fortzubewegen.

Jetzt freuen sich die beiden vor allem auf Länder in Südamerika, auf Kanada und Alaska. „Dort waren wir noch nie“, sagt Rita Hohenstein. Wenn nächstes Jahr vom 25. bis 27. August das 21. AMR-Globetrotter-Treffen in Amelinghausen stattfindet, dann werden die beiden aller Voraussicht nach in Kasachstan oder der Mongolei sein.
Das Programm des aktuellen Globetrotter-Treffens ist unter www.rijosreisen.de im Internet zu finden.