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Bernhard Fluck aus Kleve ist in diesen Tagen mit seinem Velomobil in Norddeutschland unterwegs. Gestern machte er halt in Lüneburg. Foto: us
Bernhard Fluck aus Kleve ist in diesen Tagen mit seinem Velomobil in Norddeutschland unterwegs. Gestern machte er halt in Lüneburg. Foto: us

Ein Gefährt wie eine Renn-Banane

Lüneburg. Bernhard Fluck war noch gar nicht richtig ausgestiegen, da hatte er schon erste Bewunderer um sich. Das knallgelbe Velomobil, mit dem er auf dem Lüneburger Marktplatz halt machte, ist schließlich ein echter Hingucker und zieht im Nu jede Aufmerksamkeit auf sich. Doch das 2,70 Meter lange Gefährt kann noch mehr: Spielend schafft der aus Kleve stammende Velomobilist damit eine Reisegeschwindigkeit von 35 km/h — angetrieben lediglich mit Körperkraft. In diesen Tagen ist der rüstige Nordrhein-Westfale in Norddeutschland unterwegs, am Dienstagn machte er Zwischenstation in Lüneburg.

„Heute Morgen bin ich in Hamburg gestartet, am Abend will ich in Undeloh sein“, berichtet Bernhard Fluck, während er sich mühsam aus der gelben Umhüllung quält. „Das Ein- und Aussteigen ist nicht ohne“, sagt der 78-Jährige, schließlich muss er aus einer liegenden Position durch eine schmale Öffnung ins Freie kommen. Im Innern des dreirädrigen Fahrzeugs ist es nicht nur reichlich eng, die Karosserie ist auch „extrem windschnittig“, wie der Klever berichtet. Der Windwiderstandsbeiwert liege bei lediglich 0,3, „wenn ich ein Verdeck hätte, wäre es wohl fast bei Null“. Entwickelt worden sei es im Windkanal von VW, Hersteller des Velomobils ist ein Unternehmen in Hannover.

Liebe auf den ersten Blick

Für den leidenschaftlichen Radfahrer war die erste Begegnung mit dem karosserieverkleideten Dreirad Liebe auf den ersten Blick: „Ich war hin und weg, als es wie der Blitz an mir vorbeisauste, und musste es unbedingt haben.“ Seitdem ist er in jeder freien Minute damit unterwegs, „das hält fit“.

Sorgen um seine Sicherheit macht sich der drahtige Radler nicht, durch die gelbe Farbe falle er im Straßenverkehr gut auf. „Man muss wie ein Autofahrer denken, dann gehts.“ Im Übrigen gelte für ihn das Motto: „No risk, no fun.“ us