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Jürgen Kopp (l.) und Jürgen Hesse vom Umweltverein Gellersen sind schon voller Vorfreude auf die Streuobstwiese, die mitten in Reppenstedt an der Gerhart-Hauptmann-Straße entstehen soll. Foto: dth
Jürgen Kopp (l.) und Jürgen Hesse vom Umweltverein Gellersen sind schon voller Vorfreude auf die Streuobstwiese, die mitten in Reppenstedt an der Gerhart-Hauptmann-Straße entstehen soll. Foto: dth

Platz für Streuobstwiese in Reppenstedt

Reppenstedt. Lange hat der Umweltverein Gellersen um das Projekt gerungen, nun ist die Tinte unter dem Vertrag mit der Gemeinde Reppenstedt trocken. Beide Seiten haben sich darauf geeinigt, dass der Verein auf einer rund 6000 Quadratmeter großen Grünfläche mitten im Ort an der Gerhart-Hauptmann-Straße eine Streuobstwiese anlegt. Für die Herrichtung stellt die Kommune dem Verein einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung. „Wir können im Oktober mit der Bepflanzung loslegen“, sagt Jürgen Hesse, Vorsitzender des Umweltvereins Gellersen.

Noch vor einem Jahr trugen sich die Kommunalpolitiker auf Anregung der CDU mit dem Gedanken, die Freifläche für Wohnbebauung zu nutzen. Doch mit Blick auf die 110-Kilovolt-Freileitung der Deutschen Bahn, die durch die Siedlung und über das Gelände verläuft, nahm der Gemeinderat schließlich doch davon Abstand. Ein von der Gemeinde beauftragtes Planungsbüro hatte mit Verweis auf Abstandsregeln zu Stromtrassen und das Vorsorgeprinzip — wegen möglicher Belastungen durch elektromagnetische Felder — nicht empfohlen, dort eine Wohnbebauung umzusetzen. Jetzt kommt die Streuobstwiese, wie es auch Grün-Rot gefordert hatte.

Hochstämmige Obstbäume geplant

Wegen der Stromtrasse muss allerdings auch der Umweltverein Einschränkungen beachten. So dürften die in zwei Reihen zu pflanzenden Obstbäume unter der Freileitung nicht höher als vier bis fünf Meter werden, ansonsten sind noch sieben bis acht hochstämmige Obstbäume, hauptsächlich Apfelbäume, geplant. In einer weiteren Pflanzreihe sollen kleinwüchsige Bäume und Sträucher, beispielsweise Johannisbeeren, gesetzt werden, um die Rückwände der Garagen des benachbarten Wohnblocks zu verdecken.

Jürgen Kopp vom Umweltverein freut sich, dass mit der Streuobstwiese mitten in der Siedlung ein neuer Ort der Begegnung entsteht. Dem Führungsduo des Vereins ist es wichtig, vor allem die umliegende Anwohnerschaft in das Projekt eng mit einzubinden. So sollen Interessierte beispielsweise Baumpatenschaften übernehmen können. Hesse sagt: „Wir werden am 13. September um 20 Uhr eine öffentliche Vereinssitzung im Alten Uhu abhalten, um über die weitere Gestaltung zu sprechen. Gäste sind willkommen.“ dth