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Gymnasium Lüneburger Heide
Diese Variante der Planung zeigt die Sporthalle des Gymnasium Lüneburger Heide in baulicher Verbindung mit dem Schützenhaus. Grafik: architekturbüro prell

Gymnasium Lüneburger Heide sucht Standort für Turnhalle

Melbeck. Mens sana in corpore sano ein gesunder Geist in einem gesunden Körper: Diese lateinische Redewendung in die Tat umzusetzen, ist freilich gar nicht so einfach, wenn die Möglichkeiten zum Schulsport knapp bemessen sind. Ein Problem, das Astrid von Platen-Höricke, Geschäftsführerin des Gymnasiums Lüneburger Heide (GLH), mehr als bewusst ist: Bislang nutzen die GLH-Schüler die Turnhallen an der Grundschule in Melbeck, beziehungsweise die Sporthalle in Deutsch Evern.

Doch beide Hallen werden in absehbarer Zeit dem Gymnasium nur in sehr eingeschränktem Maße zur Verfüfung stehen. Deshalb plant das GLH den Neubau einer Sporthalle in Melbeck, die nicht nur der Schule selbst, sondern auch den Vereinen zur Verfügung stehen soll. Während einer Gemeinde-Bauauschusssitzung stellte As­trid von Platen-Höricke jetzt erste Hallenentwürfe vor. Geplant ist eine sogenannte Einfeld-Halle. Erste Kostenschätzungen liegen bei zwei bis zweieinhalb Millionen Euro, „die komplett das GLH übernehmen wird,“ sagt die Geschäftsführerin.

Das Problem allerdings scheint weniger das Geld zu sein, als vielmehr einen geeigneten Standort zu finden. Priorität hat bei Astrid von Platen-Höricke das Areal gegenüber der Schule: Dazu müsste das Fußballfeld des Sportvereins Ilmenau (SVI) um etwa ein Drittel verlegt werden „Kosten, die wir natürlich tragen würden“, sagt von Platen-Höricke. Schon länger habe sie darüber mit den Verantwortlichen des SVI verhandelt. Man sei auch auf einem durchaus guten Wege gewesen. Doch dann hatten sich die SVI-Verantwortlichen zurückgezogen, hätten offenbar plötzlich kein Interesse mehr.

Gespräche mit Sportverein ohne Erfolg

Eine zweite Alternative ist, die Halle am Schützenhaus zu errichten mit Überbauung des unterirdischen Schießstandes. Doch das wäre aus Sicht der GLH-Geschäftsführerin nur die zweitbeste Lösung. Nicht nur, weil diese Alternative baulich deutlich aufwändiger ist, die Halle wäre auch um einige Meter kleiner. Statt 30 mal 15 Meter „nur“ 27 mal 15 Meter. Immerhin, der Schützenverein zeige großes Interesse am GLH-Vorhaben, sagt Melbecks Bürgermeister Klaus Hübner.

Eine dritte Variante, während der Bauauschusssitzung ins Gespräch gebracht, ist für Platen-Höricke keine Option: Der Bau der Halle neben dem SVI-Fitnesscenter: Dort müsste dann nicht nur der Spielplatz weichen, das Areal ist auch klein und zu abschüssig. Mit einem Wort: „Ungeeignet!“, findet die GLH-Geschäftsführerin.
Wichtig ist für Astrid von Platen-Höricke vor allem auch die räumliche Nähe der neuen Turn- und Sporthalle zur Schule. Denn künftig sollen in dem Gebäude unter anderem das Sommer- und das Winterkonzert stattfinden. Veranstaltungen, die bislang im Foyer der Schule laufen, obwohl das für solche Events zu klein ist.

Die GLH-Geschätsführerin hofft deshalb , dass die Standortfrage bald entschieden wird, der Bau beginnen kann. Immerhin hat sich der Ausschuss am Mittwochabend darauf geeinigt, einen Arbeitskreis für das GLH-Projekt ins Leben zu rufen, der heute abend bereits das erste Mal tagen wird. Das Problem: Als erstes braucht die GLH-Chefin einen gültigen Ratsbeschluss und die konstituierende Sitzung des neuen Rates findet erst im November statt. Astrid von Platen-Höricke muss sich wohl noch ein Weilchen weiter in Geduld üben. Von Klaus Reschke