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Mit Spraydosen bewaffnet haben sich die Künstler, die lieber anonym bleiben möchten, an die Arbeit gemacht: Die Halle in Kaltenmoor bekommt neue Graffiti. Foto: t&w

Graffiti im Gedenken an Künstler „Trica186“

Lüneburg. Stundenlang, bis spät in den Abend hinein, waren sie am Sonntag damit beschäftigt, die Sporthalle in Kaltenmoor in ein neues Gewand zu hüllen. Nun zieren bunte, große Schriftzüge die Außenwände und das Dach. Einmal im Jahr kommen Freunde, Wegbegleiter und Interessierte zusammen, um des Graffiti-Künstlers Jens Flechtner zu gedenken, der im Juni 2012 infolge einer chronischen Erkrankung verstorben war. „Trica186“ war sein Künstlername, in Lüneburg hat er damit viel erreicht, sich unter anderem für die Legalisierung des Bemalens solcher Flächen eingesetzt.

Tricamemorialmalen

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Etwa 90 Gäste waren der Einladung des Organisations-Teams zum „Tricamemorialmalen“ gefolgt. Im Gepäck: Sprühdosen, Masken, Malerpinsel und Rollleitern. Für Björn Lindner, ein guter Freund des Verstorbenen, ein „rundum schöner Tag“. „Bis auf ein, zwei Flächen haben wir die Halle komplett neu bemalt, alte Graffiti übergestrichen und neue Motive an die Wände gezaubert“, erzählt der 38-Jährige, der die Treffen nach dem Tod von Flechtner zusammen mit anderen weiter organisiert hat.

Zur Stärkung gab es Getränke und Gegrilltes, die Musik musste zwischendurch mal etwas gedämpft werden. „Nebenan hat ein Fußballspiel stattgefunden, der Schiedsrichter konnte wohl sein eigenes Wort nicht mehr verstehen“, sagt Lindner und lacht. ap