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Ein Blick auf das Karree am Weißen Turm. Die Stadt hat den Bereich zum Sanierungsgebiet gemacht und will für die Bewohner einiges zum Besseren verändern. Foto: A/t&w
Ein Blick auf das Karree am Weißen Turm. Die Stadt hat den Bereich zum Sanierungsgebiet gemacht und will für die Bewohner einiges zum Besseren verändern. Foto: A/t&w

Am Weißen Turm soll es schöner werden

Lüneburg. Die Mieter und Besitzer von Eigentumswohnungen hoffen, mitbestimmen zu können, wie es künftig vor ihren Häusern zwischen Bögelstraße, Am Weißem Turm und Hinter der Saline aussieht. Die Stadt hat den Bereich zum Sanierungsgebiet gemacht mit dem Ziel, das Quartier mit seinen mehr als 600 Wohnungen lebenswerter zu machen. Jetzt kamen Planer und Bewohner sozusagen auf Tuchfühlung. Das Hamburger Büro Arbos-Freiraumplanung hatte zu einem Rundgang eingeladen. Die Inhaber Peter Köster und Günter Greis kamen zur Bestandsaufnahme und um sich Wünsche anzuhören.

Peter Köster vom Büro Arbos-Freiraumplanung Ist mit Anwohnern im Gespräch, um zu klären, wass sich an den Außenanlagen verändern soll. Foto: ca
Peter Köster vom Büro Arbos-Freiraumplanung Ist mit Anwohnern im Gespräch, um zu klären, wass sich an den Außenanlagen verändern soll. Foto: ca

Die allerdings gehen auseinander. Rund 50 Anwohner waren gekommen. Es ging ums Grün, Parken, Müll, schlechte Wege und Beleuchtung. So wurde moniert, dass der Wendehammer und die Feuerwehrzufahrt Hinter der Saline als Parkplatz genutzt werde, es gebe doch Parkhäuser. Andere konterten: Es gebe zu wenig nahe Stellflächen. Eine Frau ergänzte, sie bemühe sich seit einem Jahr, in einer der Garagen einen Stellplatz zu bekommen vergeblich.

Gebüsch: ja oder nein?

Großes Thema war der Bewuchs. Während die Planer gern Gebüsch wegnehmen würden, um das Areal transparenter und einladender zu machen, kam Protest. Das Grün diene als Schall- und Sichtschutz und nehme auch Staub aus der Luft. Allerdings sind manche Erdgeschosswohnungen förmlich eingewuchert. Da könne man etwas wegnehmen. Vorstellen können sich Mieter und Planer eine Hecke in Richtung Weißer Turm zu setzen. Köster sagte: „Dann wirkt das Grundstück begrenzt, nicht mehr so offen zur Straße.“

Offen scheint das Areal an vielen Stellen nicht. Vermutlich aufgrund von Grundstücksgrenzen ziehen sich Zäune durch das Gelände, dazu kommen auch noch Bauzäune, deren Sinn sich vielen nicht erschließt es wird nicht gebaut. Es gibt einen zentralen Spielplatz zwischen den Blocks. Auch hier gibt es zwei Meinungen: Das sei laut, aber eine Zentralisierung sei gut. Andere argumentierten: Wer lasse ein kleines Kind außer Sicht spielen? Es solle Spielflächen näher an den Häusern geben, etwa in dem Bereich, der in Richtung Bargenturm gehe. Dort könne auch ein Bolzplatz entstehen.

Verbesserung der Gehwege

Der Rundgang ergab, an mehreren Stellen sind Gehwege schief und krumm das solle besser werden. Auch Lampen fungieren eher als Funzeln. Köster sagte, es gebe neue Leuchten, die ihr Licht effektiv nach unten abstrahlen, also keine Belästigung für höher liegende Wohnungen. Mancher ärgert sich über Mülltonnen, von denen es je nach Sicht zu viele oder zu wenig gebe. Ein Sperrmüllsammelplatz nervte aber fast alle. Das galt auch für die Pflege der Anlage: Es sei zu dreckig, das Grün werde nicht ausreichend gestutzt.

Die Planer nehmen die Anregungen mit. Was daraus wird, bleibt offen. Denn neben der Stadt, der kleine Flächen gehören, müssen eben auch die Immobiliengesellschaften die
Ideen billigen und mitbezahlen. Denn die Fördermittel decken nicht alle Kosten ab.

Die Eigentümer scheint das Ganze nur begrenzt zu interessieren, denn offiziell gab sich niemand als Mitarbeiter der Unternehmen zu erkennen. Eine positive Nachricht: Zum 1. November soll ein Quartiersmanger seinen Job antreten. Den beschäftigt im Auftrag der Stadt der Herbergsverein. Dessen Chef, Michael Elsner, sagt: „Die Auswahlgespräche laufen kommende Woche.“ ca