Aktuell
Home | Lokales | Klinikum mit 5,3 Millionen Euro im Plus
Das Klinikum erwirtschaftet einen Gewinn. Damit steht es nicht allein da. Auch andere Unternehmen der Gesundheitsholding legen zu. Foto: A/nh
Das Klinikum erwirtschaftet einen Gewinn. Damit steht es nicht allein da. Auch andere Unternehmen der Gesundheitsholding legen zu. Foto: A/nh

Klinikum mit 5,3 Millionen Euro im Plus

Von Antje Schäfer
Lüneburg. Während landesweit viele Krankenhäuser 2015 in wirtschaftlicher Schieflage waren, ist das Lüneburger Klinikum davon nicht betroffen. Mit rund 5,3 Millionen Euro konnte die Gesellschaft, eine Tochter der Gesundheitsholding, ihren Jahresüberschuss gegenüber 2014 noch einmal um rund 800.000 Euro steigern. Damit fährt das Klinikum das beste Ergebnis seit Jahrzehnten ein und ist erneut Flaggschiff der neun Gesellschaften, die unter dem Dach der Holding firmieren. Im Wirtschaftsausschuss, der am Mittwoch, 21. September, im Traubensaal tagt, werden die Jahresabschlüsse 2015 diskutiert. Bis auf eine Gesellschaft weisen alle ein Plus aus.

Hochzufrieden mit dem Ergebnis der Klinikum Lüneburg gGmbH zeigt sich Rolf Sauer, Geschäftsführer der Gesundheitsholding, die 2006 gegründet wurde. Im Wirtschaftsplan 2015 war noch von einem Plus in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro ausgegangen worden. „Es gibt immer Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung des Landesbasisfallwertes“, erläutert Sauer. Das ist der Preis pro Leistungseinheit. „Der ist deutlich gestiegen.“ Außerdem habe für das gute Ergebnis in 2015 gesorgt, dass die Pflegesatzvereinbarungen mit den Krankenkassen deutlich besser waren als angenommen. Darüber konnten die Fallzahlen insbesondere im stationären Bereich gesteigert werden, allein dort gab es 2015 mehr als 30.000 Patienten. „Für uns war in diesem Zusammenhang wichtig, dass die Mitarbeiterzahl im Verhältnis zur Fallzahl gestiegen ist“, so Sauer. 62 zusätzliche Vollzeitkräfte wurden 2015 eingestellt. Auch die Zahl der Planbetten stieg — entgegen dem Landestrend — auf 489 (2014: 472) aufgrund der „positiven Leistungsentwicklung“.

Das Problem Ärztemangel am Lüneburger Krankenhaus noch kein Thema

Klinikum-Geschäftsführer Dr. Michael Moormann geht davon aus, dass die Bildung von weiteren Fachzentren sowie der Erweiterungsbau zu einem weiteren Anstieg der Patientenzahlen führen werden. Um attraktiv für Patienten zu bleiben, müsse auch in die Patientenzimmer investiert werden. Das Problem Ärztemangel sei am Lüneburger Krankenhaus noch kein Thema. Der Wirtschaftsplan 2016 geht konservativ von einem Plus von rund 3,8 Millionen Euro aus.

Den zweithöchsten Jahresüberschuss hat die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) mit rund 3,8 Millionen Euro eingefahren. Geplant waren rund eine Million. Sauer, der auch Geschäftsführer der PKL ist, sagt: „Zu dem Ergebnis haben mehrere Komponenten beigetragen.“ Zum einen habe es eine höhere Belegung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gegeben sowie mehr Patienten in der ambulanten Betreuung. Außerdem seien auch die Pflegesätze im Maßregelvollzug rückwirkend erhöht worden, und es gab Rückerstattungen bei den Rentenversicherungsbeiträgen der vergangenen fünf Jahre. Laut Wirtschaftsplan 2016 rechnet die Gesellschaft mit einem Plus von 650000 Euro. Sauer geht jetzt schon von einem besseren Ergebnis aus.

Die weiteren Jahresabschlüsse:

Kurzentrum Lüneburg Kurmittel GmbH: rund 1,9 Mio. Euro Plus (inklusive Dividende aus Avacon-Aktien)
Tagesklinik am Kurpark GmbH: rund 235.000 Euro Plus
Sports & Friends GmbH: Minus 16.400 Euro
Ambulanzzentrum am Klinikum gGmbH: rund 36.000 Euro Plus
Städtisches Pflegezentrum gGmbH: rund 123.000 Euro Plus
Service Plus GmbH: rund 97.000 Euro Plus
Orthoklinik GmbH: rund 70.000 Euro Plus

2 Kommentare

  1. Kein Wunder, wird doch nach einer OP die Wundheilung nicht mehr abgewartet und der Patient als geheilt nach Hause entlassen. Mögen sich dann die Angehörigen und die nierdergelassenen Hausärzte um die weitere Versorgung kümmern. Frei nach dem Motto: Schneiden, Nähen und RAUS.

    • Und lesen Sie mal Ihre Entlassungspapiere. Was da alles mit Ihnen gemacht wurde … alles was die Schulmedizin hergib. Reha, Mobilisierung, Beratung, Untersuchung, etc. etc. Und das wird doch bestimmt alles den Krankenkassen vorgelegt. Nach den ganzen Maßnahmen müsste die Woche 12 Tage haben, sonst werden Sie mit der Rund-um-die-Uhr-Versorgung nicht fertig.