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Der Hasenburger Bach bei Oedeme soll renaturiert und ökologisch aufgewertet werden. Foto: A/be
Der Hasenburger Bach bei Oedeme soll renaturiert und ökologisch aufgewertet werden. Foto: A/be

Die Natur am Hasenburger Bach bekommt wieder mehr Platz

Lüneburg. Forellen im sprudelnden Wasser, Feuchtbiotope am Ufer: Der Hasenburger Bach bei Oedeme soll renaturiert und ökologisch aufgewertet werden. Angestoßen hat das Projekt die Sportangler-Kameradschaft Lüneburg. Anfang der Woche wird der Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere und Obere Ilmenau mit der Umgestaltung beginnen. Wichtig für Anwohner: Dabei kann auch schweres Gerät zum Einsatz kommen.

Der Landkreis stellt für die Maßnahme ein Grundstück zur Verfügung, der Bereich Umwelt der Hansestadt hat die wasserrechtliche Genehmigung erteilt. Um die Kosten in Höhe von 12.000 Euro finanzieren zu können, hatte die Sportangler-Kameradschaft einen Förderantrag bei der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gestellt und 9900 Euro bekommen. Der Landkreis beteiligt sich an der Finanzierung mit weiteren 2100 Euro aus dem Topf für Ausgleichsmaßnahmen.

Geplant ist der Bau sogenannter Kiesrauschen

Geplant ist der Bau sogenannter Kiesrauschen. Dabei handelt es sich um Aufschüttungen verschieden großer Steine im Flussbett. „Forellen etwa laichen nicht in sandigem Untergrund oder im Schlamm, sondern im Kies“, sagt Bernd Schwarz von der Sportangler-Kameradschaft. „Zugleich engen die Kiesrauschen den Querschnitt des Flussbetts ein und erhöhen damit die Fließgeschwindigkeit des Bachs. Sand und Schlamm können sich damit nicht ablagern, sondern werden weggespült.“

Zuvor aber muss ein Hochwasserentlaster angelegt werden. „Das ist der Fachbegriff für eine Art Überlaufschutz“, erläutert Ing­mar Sannes vom Gewässerverband. Durch die Kiesrauschen stiege sonst der Wasserspiegel. „Über den Entlaster kann der Hasenburger Bach bei Hochwasser immer wieder kontrolliert dafür vorgesehene Flächen überfluten, die wir Sekundärauen nennen, und hier neue Biotope schaffen.“ sp/lk