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Sein Bundestagsmandat zu verteidigen, dürfte schwieriger werden. Eckhard Pols hat inzwischen drei Konkurrenten. Foto: t&w
Sein Bundestagsmandat zu verteidigen, dürfte schwieriger werden. Eckhard Pols hat inzwischen drei Konkurrenten. Foto: t&w

Konkurrenz für Eckhard Pols

Von Klaus Reschke

Lüneburg. „Gesunder Wettbewerb ist immer gut!“, findet Eckhard Pols und macht gute Miene zum bösen Spiel: Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete zeigt sich auf LZ-Anfrage betont entspannt, doch er weiß: Es wird für ihn dieses Mal wohl ungleich schwerer werden, sein Bundestagsmandat zu verteidigen.
Dabei hatte Pols bei der letzten Wahl nicht nur das Direktmandat geholt, sondern im Vergleich zu 2009 sogar noch ordentlich Stimmen und Prozente dazugewonnen.

Drei weitere Namen im Gespräch

Doch der Christdemokrat hat auch empfindliche Niederlagen einstecken müssen: gegen Ullrich Mädge (SPD) bei der Oberbürgermeisterwahl, und auch bei der jüngsten Kommunalwahl. Im nächsten Stadtrat ist Pols nicht mehr vertreten, in den Kreistag schaffte er es nur über die Liste. Umso mehr muss Pols nun kämpfen, um als Kandidat der CDU in den Bundstagswahlkampf 2017 ziehen zu dürfen. Neben Pols, der schon vor Monaten auf dem CDU-Kreisparteitag erklärt hatte, erneut antreten zu wollen, sind inzwischen drei weitere Namen im Gespräch.

Einer ist Dr. Christopher Scharnhop aus Vastorf: Der Jurist war Anfang des Jahres freiwillig von seinem Amt als Bürgermeister in Vastorf zurückgetreten. Zugleich verzichtete der Christdemokrat auf seine Mandate im Gemeinde- und im Samtgemeinderat (LZ berichtete). „Nicht aus politischen, sondern aus persönlichen Gründen“, erklärte Dr. Scharnhop damals. Beruf, Familie und politisches Ehrenamt seien immer schwerer unter einen Hut zu bringen gewesen. Deshalb habe er sich damals zu dem Schritt entschlossen, der Kommunalpolitik Adieu zu sagen.

CDU im Kreis befindet sich im Umbruch

Doch dass Politiker niemals nie sagen sollten, das ist eine Erfahrung, die jetzt auch der 43-Jährige macht: Die CDU im Kreis befindet sich im Umbruch. „Jetzt sollen auch die Jüngeren nach und nach Verantwortung übernehmen“, sagt Kreisvorsitzender Günter Dubber. Wer dieses Ziel im Kreisverband vorgibt, kommt an Dr. Scharnhop nicht vorbei. Der zeigt sich nichtsdestotrotz mächtig beeindruckt davon, dass sein Name ins Spiel gebracht wurde. „So eine Chance bekommt man wohl nur einmal im Leben!“

Die zweite Pols-Herausforderin heißt Katrin Pfeffer, ist Pädagogin, wohnt in Hohnstorf/Elbe und ist erst vergleichsweise kurz in der CDU aktiv. „Das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen“, hat sich die 48-Jährige zum Ziel gesetzt, die — kleines Schmankerl am Rande — das Haus von Hohns­torfs Altbürgermeister Jens Kaidas gekauft hat. „Feind, Erzfeind, Parteifreund“ — wenn diese Steigerung auf zwei Politiker zutrifft, dann auf Kaidas und Pols.

Und dann ist da noch Niels Webersinn. Der 36-Jährige ist Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes — und ebenfalls alles andere als ein Freund von Pols. Mögliche Ambitionen, sich als Bundestagskandidat bewerben zu wollen, streitet der 36-jährige auf LZ-Anfrage gar nicht ab: „Ich bin von verschiedenen Seiten darauf angesprochen worden“, sagt Webersinn. Diese Option werde er jetzt mit dem Stadtverbandsvorstand diskutieren.

Bislang keine Bewerber 29 aus dem Nachbarkreis

„Dass der Name Webersinn im Gespräch ist, habe ich auch gehört“, sagt Eckhard Pols, der diese Option — strategisch gesehen — für die Stadt-CDU als wenig glücklich empfindet. „Bei der nächsten Kommunalwahl in fünf Jahren wird auch ein neuer Oberbürgermeister gewählt.“ Was Pols sagen will, ist: Statt auf ein Bundestagsmandat zu schielen, sollte sich Webersinn lieber in der Kommunalpolitik einen Namen machen, „um in fünf Jahren dann das Rathaus zu erobern“.

Aber vielleicht kommt alles ganz anders: Denn der Bundestagswahlkreis umfasst nicht nur die Stadt und den Landkreis Lüneburg, sondern auch den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Uwe Dohrendorf, Vorsitzender des dortigen CDU-Kreisverbandes, will sich an Spekulationen über mögliche Kandidaten nicht beteiligen. „Wir haben unsere Ortsverbände gerade erst angeschrieben!“ Noch gebe es keine Kandidaten aus dem Nachbarkeis, aber das werde sich noch mit Sicherheit ändern, ist sich Dohrendorf sicher. Ob der CDU-Bundestagskandidat dann wieder Eckhard Pols heißt oder ein anderer Christdemokrat das Rennen machen wird, entscheidet sich erst Mitte Januar. Dann nämlich findet die gemeinsame Urwahl beider Verbände statt.

11 Kommentare

  1. Niels Webersinn. er wäre wohl der beste kandidat für die cdu. ,,rechtsverdreher,, hat die cdu schon viel zu viele im bundestag sitzen. und jung ist er auch noch und gehört zu denen, die sich auch mal vom thron des olymp runterlassen und sich mit dem bürger unterhält und so erkennt, wo so manchem der schuh drückt. glück auf, schmunzel.

  2. übrigens, wusstet ihr schon, der glaser ist kein glaser mehr. frage: was macht er, wenn er nicht wieder gewählt wird?

    • Das sind natürlich Fragen die die Welt bewegen. DANKE Bruns… das Sie diese heißen Eisen anfassen.schmunzel

    • Wieder eine typische Bruns Frage an die Kommentatoren. Herr Bruns, der Mann hat was gelernt und hat gezeigt, dass er was auf die Beine stellen kann. Im Zweifel wird er das wiederholen. Machen Sie sich keine Sorgen Herr Bruns.

      • Peter , mache ich nicht, habe gerade mit herrn webersinn gesprochen. schmunzel. übrigens, kein scherz.

  3. Leider mussten wir an dieser Stelle einige Kommentare löschen. Ein falscher User hatte sich als Eckhard Pols ausgegeben – und hatte so versucht, den Stadtverbandsvorsitzenden Webersinn zu diskreditieren. Wir bedauern das sehr und behalten uns rechtliche Schritte vor. Herzliche Grüße, Ihr Team von LZOnline

    • Na bitte, Herr Bruns. War meine Vermutung also doch nicht so ganz falsch. Neben der geringen Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Lüneburger Politiker auf dem LzOnline-Marktplatz vor Publikum quasi eigenhändig enthauptet, kann auch ein Schwall von über zwanzig Schreibfehlern in drei kleinen Absätzen ein Hinweis darauf sein, dass nicht Pols, der Bundestagsabgeordnete, selbst geschrieben hat, sondern eher wohl einer, der sich „Klaus“ oder „Bert“ nennt und für den gerade die bemerkten orthographischen und grammatikalischen Auffälligkeiten charakteristisch sind.

      • übrigens, was mein tipp angeht, er ist ernst gemeint. was meine person angeht, wenn ich etwas behaupte, meine ich es nicht nur so, ich habe vorher mich schlau gemacht, natürlich alles nur im rahmen der möglichkeiten. herr pols war wohl sehr verärgert. deswegen seine reaktion. schmunzel. frau lange, arbeiten sie ehrenamtlich für die lz? für eine ehrliche antwort per e-mail, wäre ich sehr dankbar. schmunzel. herr jenckel hat sie bestimmt.

      • Nö, Herr Bruns, ich arbeite nicht ehrenamtlich für die LZ. Halten Sie mich für so einfältig? Ich lasse mich für meine umfangreichen Dienstleistungen natürlich gut bezahlen, was aber streng geheim ist und unbedingt unter uns bleiben muss. — Ihr augenblickliches Schweigen deute ich da als Zustimmung. Ich werde diesen Text jetzt an Herrn Jenckel weiterleiten und ihm erlauben, Ihnen sogleich alles ungekürzt per end-to-end verschlüsselter E-Mail zuzusenden. Aber bitte, Herr Bruns, ich verlasse mich vollumfänglich auf Ihre Diskretion!

  4. Nach der Doppel-Demontage des CDU-Mann Pols zu Sommerbeginn vor zwei Jahren, nachdem er nicht nur den Fraktionsvorsitz im Stadtrat an Niels Webersinn hatte abgeben müssen, sondern auch das Amt des Kreisvorsitzenden an Günter Dubber losgeworden ist, antwortete eine christdemokratische Parteifreundin des Glasermeisters am 16. Juli 2014 gegen Ende des CDU-Kreisparteitags in Erbstorf auf die Frage, ob Pols auch bei der Bundestagswahl 2017 als Kandidat aufgestellt werde: ,,Ehrlich gesagt, glaube ich das nicht…” (LZ vom 18. Juli 2014)