Aktuell
Home | Lokales | Nachwuchs bei den Tageseltern
Nicole Ehmke, Kim Gröfke und Bettina Schöniger (v.l.) haben sich für eine Qualifizierung zur Tagespflege entschieden. Anja Niedergesäß (2.v.l.) von der Fachberatung kümmert sich um die Ausbildung. Foto: nh/george
Nicole Ehmke, Kim Gröfke und Bettina Schöniger (v.l.) haben sich für eine Qualifizierung zur Tagespflege entschieden. Anja Niedergesäß (2.v.l.) von der Fachberatung kümmert sich um die Ausbildung. Foto: nh/george

Nachwuchs bei den Tageseltern

Lüneburg. Die einen tun es, weil sie so bestens Familie und Beruf vereinbaren können. Die anderen, weil sie so gern mit Kindern arbeiten: Die Motivation, als Tageseltern zu arbeiten, ist so vielschichtig wie die Arbeit selbst. Wer sich für eine Weiterbildung entscheidet, hat beste berufliche Perspektiven. Denn bei den Betreuungsplätzen in Stadt und Landkreis Lüneburg gibt es immer noch Engpässe.

Hohe Nachfrage an Plätzen

Das Familienbüro vermittelt die Betreuungsplätze in der Kindertagespflege, und laut dem Lüneburger Team gibt es eine hohe Nachfrage und bisher nur wenig Angebote der Kindertagespflege im Amt Neuhaus, in Bleckede, Scharnebeck und Dahlenburg. Auch in der Lüneburger Innenstadt und den Stadtteilen Neu Hagen, Kaltenmoor, Hanseviertel und Schäferfeld könnte es mehr Angebote geben. Drei, die das gerne hören werden, sind Bettina Schöniger, Kim Gröfke und Nicole Ehmke. Denn diese drei Frauen haben gerade ihre Qualifizierung zur Tagespflegeperson begonnen.

Bettina Schöniger (35) ist gelernte Krankenschwester und lebt in Wilschenbruch. Mit ihren beiden Kindern, zwei und vier Jahre alt, war der Schichtdienst nicht mehr zu vereinbaren, die Arbeit als Tagesmutter für sie die „Lösung aller Dinge“. Drei Kinder möchte sie bei sich im eigenen Haus mit Garten betreuen. „Da treffen sich Vereinbarkeit und Emotion“, sagt die junge Mutter. „Ich bin einfach gern mit Kindern zusammen, und ganz besonders mit Kindern in diesem Alter.“ Kim Gröfke (29) aus Bleckede hat ebenfalls gemerkt, dass ihre Arbeitszeiten als Arzthelferin mit dem Leben als Mutter eines kleinen Sohnes nicht mehr zu vereinbaren sind. Auch sie möchte die Tageskinder später bei sich im eigenen Haus betreuen.

Nicole Ehmke (35) hat als Raumausstatterin gearbeitet und im privaten Umfeld häufig Kinder von Verwandten und Freunden betreut. Als sie von denen immer wieder hörte, wie gut sie mit den Kleinen umgehe, kam sie auf die Idee, mit diesem Talent zu arbeiten. Nach ihrer Qualifizierung möchte die Lüneburgerin am liebsten als zweite Kraft in einer Großtagespflege anfangen oder als angestellte Kinderfrau in einer Familie. „Mittelfristig ist mein Traum, eine eigene Großtagespflege gemeinsam mit einer Freundin zu eröffnen.“

Qualifizierung über die Fachberatung Kindertagespflege

Die Qualifizierung zur Tagespflegeperson läuft in Lüneburg über die Fachberatung Kindertagespflege, die eng mit dem Familienbüro kooperiert. „Möglich ist es auch, in einer betrieblichen Kindertagespflege zu arbeiten oder ältere Kinder nach Schulschluss zu betreuen“, sagt Anja Niedergesäß von der Fachberatung. „Die Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven sind sehr vielfältig.“ Bis zum abgeschlossenen 13. Lebensjahr des Kindes bekommen Eltern von den Kommunen einen Zuschuss zu den Betreuungskosten in der Kindertagespflege. lz

Informationsabend

Die Fachberatung Kindertagespflege des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes Lüneburg lädt am Donnerstag, 29. September, zu einem kostenfreien Informationsabend rund um das Thema „Wie werde ich Kindertagespflegeperson bzw. Tagesmutter/Tagesvater?“ ein. Beginn ist um 19.30 Uhr in den Räumen der Fachberatung, Bei der St. Johanniskirche 3. Der nächste Kursus zur Qualifizierung beginnt im Februar 2017. Mehr Informationen unter der Telefonnummer 04131/35513.