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Vor einem Jahr haben Soldaten mitangepackt, um die Notunterkunft in der Theodor-Körner-Kaserne herzurichten. Erst ging es um eine Turnhalle, dann um das sogenannte Olympische Dorf. Foto: t&w
Vor einem Jahr haben Soldaten mitangepackt, um die Notunterkunft in der Theodor-Körner-Kaserne herzurichten. Erst ging es um eine Turnhalle, dann um das sogenannte Olympische Dorf. Foto: t&w

Notunterkünfte schließen

Von Antje Schäfer

Lüneburg/Sumte. Die Flüchtlingszahlen sind seit Anfang des Jahres spürbar zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund wird das Land seine Notunterkünfte in Niedersachsen schließen. „Alle Verträge über die Notunterkünfte laufen spätestens zu Beginn des nächsten Jahres aus und die Unterkünfte werden nicht mehr mit Flüchtlingen belegt. Sie befinden sich in einem geordneten Rückbauverfahren“, erklärt Nadine Bunzler, Pressesprecherin des niedersächsischen Innenministeriums. Allerdings würden Standorte „ehemaliger Notunterkünfte“ künftig als Reserve dienen. Das sind nach gegenwärtigem Stand: Camp Bad Fallingbostel Ost, Ehra-Lessien (Kreis Gifhorn), Cuxhaven/Altenwalde, Celle-Scheuen (Region Hannover), Osnabrück (Finanzamt) und Dannenberg.

Liegenschaft in Kaserne geht an Bund zurück

Bereits seit Mitte Juli leer ist das sogenannte Olympische Dorf in der Lüneburger Theodor-Körner-Kaserne. Laut Benjamin Winter von der DLRG, der die Einrichtung seit der Inbetriebnahme Mitte September 2015 leitete, wurden die Gebäude in den vergangenen zwei Monaten zurückgebaut. Die Liegenschaft soll in dieser Woche an den Bund zurückgehen.

Die Notunterkunft in Sumte ist seit Ende August nicht mehr belegt. „Seitdem erfolgt der Rückbau“, sagt Jens Meier vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der die Einrichtung leitete. Das Material werde zum Teil vom ASB wie auch vom Land eingelagert. Die gut bestückte Kleiderkammer sei an karitative Organisationen gegangen. Einrichtungsgegenstände des komplett ausgestatteten Kinderhauses hätten eine Kita sowie ein Waisenhaus erhalten. Das Bürogebäude, das einer Gesellschaft in Bremen gehöre, gehe an diese am 10. Oktober zurück.

Auch die Hansestadt Lüneburg hat inzwischen städtische Unterkünfte geschlossen. Dazu gehören unter anderem die Einrichtung am Meisterweg, im ehemaligen MaDonna, Wichernstraße, Papenburg (ehemaliges Hotel Landwehr) sowie Böhmsholz. Sollten jedoch wieder mehr Flüchtlinge nach Lüneburg kommen, ist man gewappnet.

Auch die Stadt ist weiter gewappnet

Oberbürgermeister Ulrich Mädge: „Zurzeit sind unsere Gemeinschaftsunterkünfte nicht voll ausgelastet. Für den Fall, dass die Zahl der Flüchtlingszuweisungen wieder sprunghaft anwächst, haben wir mit Böhmsholz und der ehemaligen Edeka-Kantine an der Lüner Rennbahn noch Reserven.“