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Erstmals nehmen die Kinder nicht nur an einer Vorlesung teil, sondern wählen ein Seminar, das am 22. Oktober beginnt und an vier weiteren Samstagen fortgeführt wird. Foto: nh
Erstmals nehmen die Kinder nicht nur an einer Vorlesung teil, sondern wählen ein Seminar, das am 22. Oktober beginnt und an vier weiteren Samstagen fortgeführt wird. Foto: nh

Kinderuni 2.0 an der Leuphana

Lüneburg. Zum nächsten Wintersemester bietet die Leuphana Universität wieder eine Kinderuni an. Sie wendet sich mit dem Thema „Alles Plastik — oder was?“ an Grundschüler im Alter von 6 bis 10 Jahren. Erstmals nehmen die Kinder nicht nur an einer Vorlesung teil, sondern wählen ein Seminar, das am 22. Oktober beginnt und an vier weiteren Samstagen fortgeführt wird. 180 Plätze stehen zur Verfügung. Anmeldungen sind bis zum 20. Oktober möglich.

Tupperdosen unter der Lupe

Kinder können an Tupperdosen-Experimenten teilnehmen, untersuchen Plastik in Duschgels und Kleidung oder gehen der Frage nach, woraus Joghurt-Becher und Legosteine bestehen. Sie sind als Daten-Agenten und Kriminaltechnikerinnen unterwegs und musizieren unter professioneller Anleitung mit Instrumenten aus Kunststoff.
Die Universitätsgesellschaft hat die Kinderuni 2016 angeregt und fördert sie, um zu zeigen, dass die Leuphana auch für kleine Menschen interessant sein kann. Das neue Konzept für die Kinderuni hat Prof. Dr. Matthias Barth gemeinsam mit Dr. Sabine Richter und Kirsten Bruhn ausgearbeitet.

Eine Idee der Universitätsgesellschaft

Barth beschreibt die Idee der weiterentwickelten Kinderuni so: „Mit der klassischen, von Vorträgen geprägten Kinderuni haben wir, wie schon eine ganze Reihe anderer Universitäten, positive Erfahrungen gesammelt. Gemeinsam mit der Universitätsgesellschaft wollten wir nun einen Schritt weiter gehen: Kinder sollen nicht nur passive Zuhörer sein, sondern als neugierige kleine Bürger aktiv in den Prozess der Wissensentstehung einbezogen werden.“

Unterstützt werden die kleinen Nachwuchsforscher von engagierten Lehrenden und Studierenden der Universität. Das vielfältige Seminarangebot folgt der Idee, Wissen im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu vermitteln. Das Bildungskonzept BNE erlaubt eine Betrachtung des Themas aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. In den Seminaren sollen nachhaltige Lösungen erarbeitet und auf einer Abschlussveranstaltung am 3. Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt werden. lz