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Arbeitslosenquote sinkt: Junge Menschen starten ins Berufsleben

Von Rainer Schubert
Lüneburg. Die Herbstbelebung zeigte sich auch in diesem September auf dem Lüneburger Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote sackte von Ende August bis Ende September um 0,2 auf 5,6 Prozent. Jens Mathias, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, begründet: „Die derzeitige Entwicklung war für die Jahreszeit typisch, denn mit dem Ende des Sommers starteten viele junge Menschen ins Berufsleben und Einstellungen wurden realisiert. Außerdem ist die Arbeitskräftenachfrage im kompletten Agenturbezirk weiter ungebrochen und erreichte mit 4763 Stellenangeboten, davon 1525 Stellen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg, einen neuen Höchststand.“

Aktuell sind 5310 Frauen und Männer in Stadt und Kreis als arbeitslos registriert, 215 weniger gegenüber dem Vormonat und 230 weniger als im September 2015. Dabei meldeten sich 1323 Betroffene neu oder erneut arbeitslos, 42 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1544 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit (–139). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 12510 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 247 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 12514 Abmeldungen von Arbeitslosen (–119).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im September um 50 Stellen auf 1525 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand an Arbeitsstellen praktisch nicht geändert, er hat sich lediglich um drei erhöht. Arbeitgeber meldeten in diesem Monat 374 neue Arbeitsstellen, 82 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen insgesamt 3843 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 87. Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur Angaben zur Unterbeschäftigung. Zur Unterbeschäftigung zählen die Arbeitslosen und solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen — beispielsweise berufliche Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder Gründungszuschuss — gefördert werden. Von dieser Unterbeschäftigung waren im September 7329 Frauen und Männer betroffen, 47 weniger gegenüber dem August und sogar 309 weniger gegenüber August 2015.

>Arbeitsmarktreport September 2016

Arbeitslose Flüchtlinge

Mittlerweile spiegelt sich die Flüchtlingsbewegung statistisch wider. Viele Geflüchtete haben das Anerkennungsverfahren durchlaufen und inzwischen auch ihre Integrations- und Sprachkurse, zum Teil auch Qualifizierungsmaßnahmen absolviert. „Sprachliche Grundlagen und berufliche Kompetenzen müssen weiter ausgebaut werden. Gerade für junge Geflüchtete bieten sich betriebliche Praktikumsplätze oder Einstiegsqualifikationen zur Vorbereitung auf eine Ausbildung an“, sagt Jens Mathias von der Arbeitsagentur. Unternehmen, die Informationen dazu benötigen oder entsprechende Plätze zur Verfügung stellen möchten, können sich unter der kostenfreien Service-Rufnummer 08004555520 an den Arbeitgeber-Service wenden.

Im September waren im Agenturbezirk 793 Geflüchtete bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen als arbeitslos gemeldet, der größte Teil in Stadt und Kreis Lüneburg:

  • Landkreis Lüneburg: 352 (August: 340)
  • Landkreis Harburg: 275 (August: 271)
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg: 64 (August: 62)
  • Landkreis Uelzen: 102 (August: 112)