Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Jörg Sohst ist zufrieden: Mehrere Tausend Besucher kamen am Tag der Deutschen Einheit nach Darchau.
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Jörg Sohst ist zufrieden: Mehrere Tausend Besucher kamen am Tag der Deutschen Einheit nach Darchau. Foto: kre

Mehrere Tausend Besucher beim Brückenfest

Darchau. Petrus muss ein Brücken-Befürworter sein: Am Sonntag noch schien die Welt unterzugehen Hagel, Wind und Regen zogen übers Land, drohten die Vorbereitungen für das Brückenfest in Darchau schon am Vortag buchstäblich ins Wasser fallen zu lassen. Doch gestern beruhigte sich das Wetter und das nutzten Tausende Bürger, um den Tag der Deutschen Einheit an der Elbe zu feiern. Verbunden mit dem Brückenfest. Jörg Sohst, der Vorsitzende des Vereins „Brücken bauen“, ist zufrieden mit dem Besucherandrang. „Dass die Menschen aus Ost und West friedlich und vereint genau an der Stelle feiern, an der noch bis zur Wiedervereinigung Deutschland geteilt war, das ist doch etwas Wunderbares“, findet der ehemalige Brigadegeneral.

Elbquerung nach wie vor auf der Agenda der Befürworter

Nun hat der Landkreis Lüneburg allerdings entschieden, die Planungen für den Bau der Elbquerung aus Kostengründen nicht fortzusetzen (LZ berichtete). Jörg Sohst ficht das nicht an. Er und seine rund 300 Mitstreiter des Brückenbauvereins kämpfen weiter für die Brücke. Manche mögen das als Starrsinn oder Träumerei bezeichnen, Sohst spricht von Verantwortung: „Es kann doch nicht sein, dass man den Menschen diesseits und jenseits der Elbe über Jahre Hoffnungen auf eine Elbbrücke macht und dann plötzlich einen Rückzieher macht und sagt: „Tut uns leid, aber die Brücke wird doch nicht gebaut!“

Natürlich habe er noch Hoffnung, dass eines Tages die ersehnte Brücke finanziert und dann auch realisiert werden kann. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der pensionierte Brigadegeneral schmunzelnd. Seine Idee: „Die Kreisstraße von Neuhaus nach Neu Darchau müsste in eine Landstraße umgewidmet werden.“ Dann wäre nämlich nicht mehr der Kreis, sondern das Land Niedersachsen als Kostenträger zuständig.

„Ohne Brücke ist Einheit unvollendet“

Dass eine feste und vor allem hochwassersichere Elbquerung zwischen Lauenburg und Dömitz dringend notwendig ist, steht für Sohst außer Frage: „Beim Jahrhunderthochwasser 2013 haben wir gesehen, was passiert, wenn die Brücke in Lauenburg nicht mehr passiert werden kann.“ Die Versorgung der Neuhauser mit Sandsäcken zur Deichverteidigung war kaum noch möglich, weil die Lkws nicht durchkamen“, erinnert der 69-Jährige. Der Vorsitzende des Brückenbauvereins hofft, mit diesem Argument den Bund und die EU als Geldgeber zu gewinnen. Schließlich diene der Bau der hochwassersicheren Brücke bei Darchau/Neu Darchau dem Schutz der Bürger.

Jörg Sohst weiß, dass die Brücken-Befürworter trotz guter Argumente noch viele dicke Bretter bohren müssen. Aber vielleicht wird das Thema doch auch im Kreistag wieder auf die Agenda kommen. Sohst jedenfalls hofft das. Dass auch die AfD die Brücke erfolgreich zum Wahlkampfthema gemacht hatte, stört den 69-Jährigen nicht. „Als Vorsitzender des Fördervereins kann ich nur sagen: Wer uns bei der Realisierung unseres Anliegens unterstützt, ist willkommen!“ kre

One comment

  1. 364 tage im jahr den nicht-brücken-bau zu feiern , würde noch mehr spass machen. der hutmacher , aus alice im wunderland hat es vorgemacht.