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Findet das Projekt von Maximilian Jasker (r.) toll: Hundetrainer und Fernsehmann Martin Rütter. Foto: cw
Findet das Projekt von Maximilian Jasker (r.) toll: Hundetrainer und Fernsehmann Martin Rütter. Foto: cw

Eröffnung der Kinderarche mit Martin Rütter

Amt Neuhaus. Sie heißen Wilma, Annegret oder Rosie, und wie die Namen sind auch die Tiere, die sie tragen, etwas, das ein bisschen aus der Mode gekommen ist: Sie gehören zu den alten Haustierrassen, die vom Aussterben bedroht sind — die Arche-Tiere.

Seit fünf Jahren gibt es nun schon die Arche-Region Flusslandschaft Elbe und jetzt auch die Kinderarche, wo Wilma und ihre Kollegen zu Hause sind. Die Idee zu dem einzigartigen Familienprojekt hatte der 14-jährige Schüler Maximilian Jasker, dessen Ziel es ist, möglichst vielen Kindern von diesen alten Rassen zu erzählen. Sein größter Traum war seit Jahren die Kinderarche — ein Gelände mit Stall, wo Kinder alles über diese Tiere erfahren und sie beobachten können. Nach jahrelangem Medienrummel, unermüdlichem Engagement und vielen Unterstützern durfte Maximilian jetzt gemeinsam mit seinem größten Sponsor, dem TV-Star und Hundetrainer Martin Rütter, das Areal eröffnen.

„Es gibt hier so viele tolle Tiere“

„Viele Menschen haben eine Idee, aber Max hat seinen Traum wirklich umgesetzt“, sagte Rütter bei der Eröffnung. „Es ist so nett geworden, es gibt hier so viele tolle Tiere und ein schönes Umfeld.“ Er warb dafür, dass möglichst viele Menschen Lose der Tombola kaufen und so zu dem Projekt beitragen. „Ich bin total stolz auf das, was Ihr hier geleistet habt“, lobt er das Engagement der Familie.

Auch Maximilian selbst griff zum Mikro und dankte seinen Eltern für die Unterstützung. „Ich glaube nicht, dass viele Eltern das mitmachen würden“, sagte er und überreichte ihnen Blumen, Fotos und einen Gutschein für ein schönes Essen. Gerührt dankte Mutter Kerstin. „Wenn man so ein Kind hat, ist das eine Ehrensache.“

Ein Freund von vielen Worten ist der 14-Jährige nicht. „So, dann wollen wir mal loslegen“, sagte er trocken und bahnte sich mit seinem berühmten Sponsor einen Weg durch die Menge. Mit einem kleinen Schnitt war die Kinderarche eröffnet und die Besucher drängten auf das Gelände.

Anmeldungen aus ganz Norddeutschland

Der ehemalige Stall am Rand von Neuhaus ist liebevoll renoviert worden, und rund um die neu geschaffenen Außenanlage zieht sich ein schneeweißer Zaun. Maximilians Kinderarche bietet einen Rundweg durch Wiesen und über einen Deich zu den Weiden mit Schafen, Ziegen, zu dem Gehege mit Federvieh und zurück in den neuen Stall mit viel Platz für den Nachwuchs.

Die ersten Kindergruppen waren schon da, haben sich einen ganzen Tag lang mit den Tieren beschäftigt und Maximilian beim Füttern geholfen. Schon jetzt gibt es Anmeldungen aus ganz Norddeutschland. Dabei kostet der Besuch der Kinderarche keinen Eintritt — jeder entscheidet selbst, was er für das Projekt spenden möchte.

Bei Bratwurst, Kaffee und Kuchen aus den Landküchen, vielen Angeboten für Kinder wie Ponyreiten, Zöpfe-Flechten oder Schminken kamen dann auch noch einmal Spenden zusammen, die die Kinderarche sichern. Wenn es nach Martin Rütter geht, sollte am besten jeder das Projekt unterstützen. Er sprach einem Besucher eine Videobotschaft ins Handy, bei der er zum 60. Geburtstag gratulierte und gleich empfahl, auf jegliche Geschenke zu verzichten und das Geld lieber für die Kinderarche zu spenden. cw