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Schüler aus Lüneburg und Tansania bei einer gemeinsamen Baumpflanzaktion. Foto: privat
Schüler aus Lüneburg und Tansania bei einer gemeinsamen Baumpflanzaktion. Foto: privat

Wilhelm-Raabe-Schüler berichten erneut aus Tansania

Lüneburg/Tansania. Eine Solaranlage, ein Nähprojekt und eine Baumpflanzaktion: Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe Schule Lüneburg haben sich viel vorgenommen. Seit fast drei Wochen sind die jungen Leute zusammen mit drei Lehrern in Tansania. Die Partnerschaft mit einer Schule vor Ort besteht bereits seit zehn Jahren, in diesem Jahr findet bereits der vierte Austausch der beiden Schulen statt.

Kurz vor Ende ihres Aufenthaltes schickten die Schüler erneut einen „Statusbericht“ aus Afrika an die Online-Redaktion der Landeszeitung. „Nun, da sich der dreiwöchige Besuch dem Ende zuneigt, haben wir noch ein Projekt weitergeführt, das bereits im Frühjahr in Lüneburg begonnen wurde: Ein Baumpflanzprojekt namens „grow together“, berichten die Lüneburger.  Auslöser für dieses Projekt sei eine neue Verordnung der tansanischen Regierung gewesen. Diese besagt, dass Schulen nun nicht mehr viel Brennholz zum Kochen nutzen dürfen. Daraufhin finanzierte die Tansania AG einen neuen, holzsparenden Ofen in der tansanischen Partnerschule.

Aktiv gegen den Klimawandel vorgehen

Nachdem im Frühjahr bereits in der Deutsch Everner Heide eine große Pflanzaktion stattfand, wurden nun am 11.10 auch in Tansania gemeinsam von deutschen und tansanischen Schülern über 300 Bäume auf dem Gelände der Schule gepflanzt. Mit ihrem Projekt wollen die Schüler aktiv gegen den Klimawandel vorgehen und andere Leute zum Nachdenken und Handeln anregen.

Die Bäume gehören zu einer von mehreren Aktionen, die von den Schülern erfolgreich abgeschlossen wurden.  Bereits bei ihrem letzten Besuch vor drei Jahren installierten Schüler aus Lüneburg dort eine moderne Solaranlage, um ihrer Partnerschule eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Nun, im Rahmen des diesjährigen Austausches wurde das alte Projekt fortgeführt. „Zwar scheint in einem tropischen Gebiet wie diesem — nah am Kilimandscharo — genug Sonne zur Stromerzeugung, aber durch den täglichen Staub, der sich überall ablegt, sind die Solarmodule nach einiger Zeit so verdreckt, dass die Erträge der Anlage deutlich sinken“, berichten die Schüler.

Deshalb reisten die Lüneburger mit einem extra dafür entwickelten und wassersparenden Pumpsystem nach Afrika. Die gemeinsame Installation klappte einwandfrei.  Außerdem renovierte die AG auch einige Klassenräume und startete ein Nähprojekt. lz