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Magrit Haider (r.) aus Lüneburg und Rosemarie Buczilowski aus Jelmstorf engagieren sich wieder für die wohltätige Spendenaktion. Foto: dth
Magrit Haider (r.) aus Lüneburg und Rosemarie Buczilowski aus Jelmstorf engagieren sich wieder für die wohltätige Spendenaktion. Foto: dth

Zeit für „Weihnachten im Schuhkarton“

Lüneburg. Rosemarie Buczilowski aus Jelmstorf strickt bereits seit Jahresbeginn reihenweise Mützen, Schals und Strümpfe, um sie zur Weihnachtszeit bedürftigten Kindern im Ausland zukommen zu lassen. Rund 60 Geschenkpakete will sie diesmal packen. Sie zählt zu den fleißigsten und treusten Unterstützern, die regelmäßig mit Margret Haider (r.) aus Lüneburg für die wohltätige Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ trommelt. Ähnlich wie Katharina Geeb aus Bleckede, die die wohltätige Spendenaktion für bedürftige Kinder in Krisenländern im Ostkreis koordiniert. Haider sagt: „Es ist zwar noch sommerlich, aber Weihnachten steht bald vor der Tür.“

Bis zum 15. November sammeln ehrenamtlich organisierte Annahmestellen die Geschenkpakete, die nach einem bestimmten Muster befüllt werden sollen und machen sie fertig für den Versand. Haider sagt: „Seit 13 Jahren organisiere ich Sammelstellen. In dieser Zeit haben wir über 11000 Kartons gesammelt.“ Im Rekordjahr zählten Haider und ihre Mitstreiter 1280 Geschenke der Hoffnung, im vergangenen Jahr kamen gerade einmal rund 600 zusammen. Haider: „Sicherlich gibt es bei uns auch arme Kinder. Aber arm und arm ist ein Riesenunterschied.“

Ganz viele treue Päckchenpacker

Auf die Frage, an wen sie beim Packen der vielen Geschenke denkt, erzählt Buczilowski von einem Video, in dem sie sah, wie eine Familie die Pakete auspackt. „Die Kinder hatten solche großen Kulleraugen, saßen da voller Spannung bis der letzte sein Paket kriegte und das war …“, während sie erzählt kommen ihr die Freudentränen, „das war ein einfach ein absolutes Highlight.“
Neben den mit Geschenkpapier verzierten und gefüllten Schuhkartons sind auch Geldspenden willkommen, um das Porto zu finanzieren. Haider sagt: „Es ist verständlich, wer 30 oder 40 Pakete alleine packt, kann nicht auch noch die Versandkosten zahlen.“

Im Raum Bleckede organisiert seit einigen Jahren Katharina Geeb die Spendenaktion mit: „Wir haben ganz viele treue Päckchenpacker. Und wir freuen uns sehr, über neue Unterstützer.“ Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre wisse sie aber, dass vor allem die Altersgruppe der zehn- bis 14-Jährigen etwas stiefmütterlich bedacht werde. „Die kriegen bisher immer am wenigsten.“ Im vergangenen Jahr seien laut Geeb die Päckchen aus dem Raum Lüneburg hauptsächlich an Kinder in Polen, der Mongolei sowie der Republik Moldau gegangen. dth

So funktioniert‘s

Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ wird seit 1997 getragen vom Verein „Geschenke der Hoffnung“, einem christlichen Missions- und Hilfswerk. Angefangen hat es mit rund 6800 Päckchen, im vergangenen Jahr wurden fürs Ausland mehr als 400.000 Geschenke gepackt. Und so funktioniert die Aktion: Einfach einen Schuhkarton mit Geschenkpapier bekleben, das Päckchen mit Geschenken für Mädchen oder Jungen (Altersklassen 2 bis 4, 5 bis 9,10 bis 14 Jahre) füllen, den Karton mit einem Gummiband verschließen. Als Geschenke hat sich ein Mix aus Spielzeug, Hygieneartikeln, Schulmaterial, Kleidung, Süßigkeiten und einem persönlichen Weihnachtsgruß bewährt – und mittlerweile acht Euro Porto. Anschließend werden die Schuhkartons in einer der ehrenamtlich organisierten Sammelstellen abgegeben und schließlich wird der Versand zentral organisiert.

Abgabestellen sind unter anderem:
Evangelische Familienbildungsstätte (Bei der St. Johanniskirche 3, Lüneburg);
Loewe-Center, Poststelle (Erbstorfer Landstraße);
Margret Haider, Am Ebensberg 32, Lüneburg;
Familie Haider, Amelungstraße 16, Amelinghausen;
Katharina Geeb, Bürgerforst 12, Bleckede;
„Bunter Laden“, Lüneburger Straße 29, Bleckede.