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Präsentieren die neue Applikation fürs Smartphone, die Bürger-Informations- und Warn-App, kurz Biwapp (v.l.): Fachdienstleiter Mirko Dannenfeld, Landrat Manfred Nahrstedt, Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz GmbH, und Projektmitarbeiterin Jeannina Hiller. Foto: dth
Präsentieren die neue Applikation fürs Smartphone, die Bürger-Informations- und Warn-App, kurz Biwapp (v.l.): Fachdienstleiter Mirko Dannenfeld, Landrat Manfred Nahrstedt, Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz GmbH, und Projektmitarbeiterin Jeannina Hiller. Foto: dth

Start für Notfall-App im Landkreis Lüneburg

Von Dennis Thomas

Lüneburg. Die neueste App für den Landkreis Lüneburg heißt „Bürger-Informations- und Warn-App“, kurz „Biwapp“. Landrat Manfred Nahrstedt sagt: „Wir wollen den Bürgern ein transparentes und offenes Angebot machen: Immer wenn Großschadensereignisse sind oder ein Katastrophenfall der ja in den letzten Jahren bei uns öfter war, wenn ich an die Elbe-Hochwasser denke dann sollen die Bürger schnell darüber infomiert werden.“ Doch das Programm für Smartphones und Tablet-Computer (für iOS, Android und Windows) hat noch mehr Einsatzmöglichkeiten: Biwapp kann über Schulausfälle und Wetterlagen informieren oder von der Polizei für Fahndungsaufrufe genutzt werden.

Landkreis trägt die Anschaffungskosten

Die App ist für Nutzer kostenfrei erhältlich unter www.biwapp.de. Die Kosten für Anschaffung (9500 Euro) und Wartung trägt der Landkreis Lüneburg. Landrat Nahrstedt sagt: „Die Bürger können für sich auswählen, welche Art Warnungen oder Mitteilungen sie angezeigt haben wollen und sie können es räumlich eingrenzen auf den Landkreis, eine Stadt oder Samtgemeinde.“ Ursprünglich war das Konkurrenz-Programm „Katwarn“ in der Diskussion. Die Kommunalpolitiker entschieden sich aber letztlich nicht nur wegen des günstigeren Preises für Biwapp aus dem Hause der Marktplatz GmbH in Lüneburg.

Die Meldungen werden von offiziellen Stellen über die Warn-App versendet. Die erste Begrüßungs-Nachricht schickte jetzt Mirko Dannenfeld vom Landkreis-Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz über Biwapp. Er sagt: „Es gibt neben dem Katastrophenfall viel mehr tagesaktuelle Themen, bei denen wir die App einsetzen können. Beispielsweise können wir bei einem Feuer vor Rauchentwicklung warnen oder Handlungsanweisungen für eine Evakuierung im Falle eines Bombenfundes versenden.“ Aber auch über Schulausfall bis zum Ausfall des Fährbetriebes an der Elbe soll informiert werden.

Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz GmbH, sagt: „Im Heidekreis hatten wir vor einem Jahr den Piloten gestartet. Jetzt wird Biwapp schon von einem Dutzend Landkreisen genutzt.“ Eingepflegt werden in die Warn-App beispielsweise auch Informationen des Deutschen Wetterdienstes. Zudem seien Schnittstellen zu den Deich-Apps der Deichverbände geplant sowie zu „Nina“, der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, um auch überregionale Warnmeldungen aufzunehmen.

 

3 Kommentare

  1. Es ist völlig unverständlich, wieso jeder Landkreis glaubt, in der Frage der Notfall-App das Rad neu erfinden zu müssen. Wichtiger wäre es eigentlich, für die bestehenden Systeme möglichst viele Interessenten zu gewinnen, um eine große Flächenabdeckung zu erreichen und eine Zersplitterung der Informationsverbreitung zu vermeiden. Jetzt sollen sich also die Bürger auf Wunsch des Landrates neben der weit verbreiteten App „Katwarn“ und der App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe „Nina“, auch noch die „Biwapp“ aus dem Hause der „Marktplatz GmbH in Lüneburg“ aufspielen, nur damit man sich selbst im Kreisgebiet einen neuen Auftrag zuschanzen konnte. Das kann es doch wohl nicht sein.

    • Erst recherchieren, dann urteilen!
      Lieber Magnus,
      NINA setzt das System MOWAS voraus, welches nur in den Leitstellen betrieben wird. Der LK müsste in einem Notfall jede Meldung zunächst zur Leitstelle nach Stade senden, die müssten dann die Meldung veröffentlichen. Zudem werden über NINA hauptsächlich Meldungen von landesweiter Relevanz veröffentlicht.
      KatWarn ist doppelt so teuer (!) und bietet wesentlich weniger Funktionen als BIWAPP (habe beide auf meinem Handy).
      Im Norden ist die App BIWAPP tatsächlich verbreiteter. Das hilft mir als Bürger, der viel in der Region unterwegs ist. Einfach mal in die öffentlichen Sitzungsunterlagen gucken; das hilft.

  2. Kann die App auch Kaffee kochen ?

    Aber mal im Ernst, jetzt haben wir Vorräte angelegt, heben eine Warn-App und unsere Frau Merkel will 20 Mrd. in die Bundeswehr investieren, die jetzt natürlich auch im Bundesgebiet für Friedensmissionen eingesetzt werden darf.

    Was soll mir das denn jetzt sagen ?