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Viele Wege, ein Ziel: der Traumjob

ben Lüneburg. Trotz schulfrei ist das Johanneum gut besucht. Hunderte Schüler schieben sich durch die Flure zu den Ständen von Universitäten, Firmen oder Berufsbildenden Schulen. Alle haben ein Ziel: den Traumberuf finden. Viele Wege führen dahin, Startpunkt war für viele Jugendliche die 7. Lüneburger Berufs-Informations-Börse, die Eltern im Johanneum organisiert haben.

Suchend blickt Janna Schulz, ein Mädchen mit langen braunen Haaren, um sich. „Ich hab‘ noch keinen konkreten Plan“, sagt die 18-Jährige. Nur, dass sie nach dem Abi ins Ausland will, weiß sie. Und dann? „Vielleicht ein duales Studium, der Rechtsbereich interessiert mich.“ Die Schülerin des Gymnasiums Oedeme stellt sich in die Schlange vor der Karriereberatung „Step up!“. Der Verein bietet eigentlich genau das, was sich Janna Schulz wünscht: Anhand von verschiedenen Tests ermittelt „Step up!“, welcher Beruf zu ihr passt, verrät, wie sie zum Ziel kommt und begleitet sie über ein Jahr, falls Probleme auftreten, erklärt Beraterin Romy Stein. „Aber das kostet wahrscheinlich?“, fragt Janna Schulz – und trifft damit ins Schwarze. Für die Betreuung berechnet die Organisation 1500 Euro. „Aber einmal im Monat vergeben wir ein Stipendium an Schüler, die das ganze Paket dann kostenlos erhalten“, sagt Romy Stein und reicht ein Faltblatt über den Tisch. Janna Schulz will sich bewerben, aber so richtig zufrieden sieht sie nicht aus, als sie weiterzieht.

Direkt neben der Karriereberatung hat das Lüneburger Unternehmen LAP Laser einen Stand aufgebaut. Hinter einem Tisch sitzt Rebekka Weixer. Die 19-Jährige ist bereits einen Schritt weiter als Janna Schulz, hat im August das duale Studium Informations- und Elektrotechnik aufgenommen. „Ich studiere an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, in den Semesterferien arbeite ich bei LAP“, sagt sie. Zurzeit wird sie in der Produktion eingesetzt, freut sich aber am meisten „auf die Entwicklung“. Neben dem dualen Studium bietet das Unternehmen sechs verschiedene Ausbildungsberufe an, nicht nur für Abiturienten. Die Messe nutzt LAP für die Nachwuchssuche, sagt Personalreferent Alexander Neubauer: „Das ist eine gute Gelegenheit, um Präsenz zu zeigen. Wir brauchen viele Fachkräfte, und die jungen Leute wissen oft gar nicht, welche Möglichkeiten wir ihnen als weltweit agierendes Unternehmen in Lüneburg bieten.“

Wenige Schritte weiter in der Aula steht Daniel Kindler. Der 17-Jährige geht in die 11. Klasse der Wilhelm-Raabe-Schule. Wie es nach dem Abitur weitergehen soll, weiß er noch nicht genau: „Es ist schwierig, weil es so unendlich viele Möglichkeiten gibt und auch viel, was mich interessiert. Physik zum Beispiel, aber auch der künstlerische Bereich, ich drehe gerne Filme.“ Gerade wird ein Stuhl vor ihm am Stand des SAE Instituts frei. Die private Einrichtung bietet ein Studium mit 80 Prozent Praxisanteil in den Bereichen Film, Computerspielentwicklung, Animation und Musik an. Dahinter stehen Berufe wie Filmproduzent, Regisseur, Kameramann, auch im Bereich Schnitt bis hin zur Businessplanerstellung werden die Studenten ausgebildet, erklärt Mitarbeiter Sebastian Twele.

Mit einem Gutschein für einen Schnuppertag und einer Broschüre in der Hand zieht Daniel Kindler schließlich weiter. Er will noch einen Vortrag hören zum Thema „16 663 Studienangebote an 648 deutschen Hochschulen – und für was entscheide ich mich?“. Es ist die scheinbar alles entscheidende Frage, deren Beantwortung Daniel Kindler ein Stück näher gekommen ist. „Man bekommt einen guten Überblick bei der Berufs-Information-Börse.“