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Abi an der Gesamtschule ist das Ziel

ahe Lüneburg. Die Stadt ist sich sicher: An Abiturienten wird es in Lüneburg in den nächsten Jahren nicht mangeln. Der Ansturm auf die Gymnasien hält unvermindert an, nimmt sogar eher zu, auch die Gesamtschülerzahl werde in absehbarer Zeit nicht zurückgehen. Für die Verwaltung ist deshalb klar: Es gibt Bedarf an einer weiteren gymnasialen Oberstufe. Angeboten werden soll sie an der Integrierten Gesamtschule (IGS), und zwar ab dem Schuljahr 2015/2016. Ein entsprechender Antrag soll bei der Landesschulbehörde gestellt werden, dafür muss die Politik nun grünes Licht geben.

Lange hatten Eltern für eine Gesamtschule gekämpft, letztlich mit Erfolg. Die erste Lüneburger IGS ging 2009 am Standort Kaltenmoor mit fünf fünften Klassen an den Start. Die Landesschulbehörde hatte die Genehmigung im Januar desselben Jahres erteilt – aber zunächst nur bis Klasse 10. Denn es sei nicht absehbar, ob es Jahre später tatsächlich genügend Schüler geben werde, die danach weitermachen und das Abi anstreben. Eine sichere Prognose sei erst möglich, wenn die ersten Jahrgänge die neue Schule durchlaufen hätten und anhand der Leistungen der Schüler ein entsprechender Bedarf für die Jahrgänge 11, 12 und 13 als wahrscheinlich gelte. Mindestgröße für die Genehmigung einer gymnasialen Oberstufe seien drei Lerngruppen á18 Schüler, insgesamt also 54 Schüler, diese Zahl sollte für zehn Jahre sichergestellt sein.

Inzwischen sind die Schulleitung der IGS und die Stadt als Schulträger sicher, diese Garantie geben zu können – trotz der Konkurrenz durch die vier bestehenden Gymnasien im Stadtgebiet und der neuen IGS in Embsen. Die Stadt rechnet dabei für die künftige Oberstufe an der IGS nicht nur mit den guten IGS-Schülern, sondern auch mit Jugendlichen, die nach ihrem Abschluss an Real- oder Oberschulen noch das Abi machen wollen. Schon heute sei es so, dass gerade diese Schüler weniger an die reinen Gymnasien als vielmehr an die Berufsbildenden Schulen drängen, die wiederum gar nicht alle aufnehmen könnten. Deshalb sei eine zusätzliche Alternative begrüßenswert.

Genügend Argumente aus Sicht der Schule und der Stadt, dass die Oberstufe im Sommer 2015 starten könnte, wenn die jetzigen Achtklässler, die das Abi nach 13 Schuljahren machen, die 10. Klasse beendet haben und die aktuellen Siebtklässler, die ihr Abi auch nach 12 Schuljahren machen können, in die Einführungsphase der Oberstufe kämen. Weitere Details will Schulleiter Klaus-Peter Hummes im Schulausschuss des Rates am Dienstag, 19. Februar, 15.30 Uhr in der St.-Ursula-Schule nennen.