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Premium-Prädikat für Volkstorf

kre Vastorf. Premium – besser geht’s nicht: „Klasse, dass unser Gewerbegebiet dieses Prädikat erhalten hat“, sagt Vastorfs Gemeindedirektor Dennis Neumann und fügt hinzu: „Damit werden sich unsere Flächen mit Sicherheit noch besser vermarkten lassen.“

Die Freude des Vastorfer Verwaltungschefs ist begründet: Eine Studie der Metropolregion Hamburg hat jetzt das Gewerbe- und Industriegebiet Volkstorf als „Premium-Gewerbegebiet“ eingestuft. Eine Bezeichnung, die im Landkreis Lüneburg nur noch die Gewerbe- und Industriegebiete in Bardowick und im Lüneburger Hafen erhalten haben. Die Metropolregion Hamburg räumt somit mit ihrer GEFEK-Studie (Gewerbeflächenentwicklungskonzept) dem Volkstorfer Gewerbegebiet eine besondere Bedeutung bei der Gewerbeentwicklung im Kreisgebiet ein.

Dabei haben die Vastorfer mit ihrem Gewerbegebiet bereits alle Höhen und Tiefen durchlebt: Ursprünglich sollte das Industrie- und Gewerbegebiet in Vastorf nämlich auch durch ein Industriestammgleis aufgewertet werden. Doch diese Pläne zerschlugen sich, da die Deutsche Bahn AG aufgrund eines schweren Bahnunfalls in Sachsen-Anhalt nicht auf die Installation einer umfangreichen Signalanlage verzichten wollte. Denn über die erforderlichen Sicherheitsstandards verfügt die Strecke Lüneburg-Dannenberg, an der das Industriestammgleis entstehen sollte, nicht. Dafür hätte aus Sicht des Eisenbahnbundesamtes (EBA) die Gemeinde Vastorf sorgen müssen. „900 000 Euro für Kabel entlang der Gleise, eine weitere Million für die erforderliche Blocktechnik“, rechnete Neumann seinerzeit vor, „für die Gemeinde war das nicht bezahlbar“ (LZ berichtete).

Dennoch hatten die Vastorfer am Ausbau des Standortes Volkstorf festgehalten.

Die Zielstrebigkeit der Vastorfer hat sich letztlich bezahlt gemacht: „Wir werden unser Industrie- und Gewerbegebiet jetzt erweitern“, berichtet Gemeindedirektor Dennis Neumann, weitere 19 Hektar sollen erschlossen werden.

Während die Gemeinde Vastorf etwa für die Straßenerschließung zuständig ist, trägt die Samtgemeinde Ostheide die Verantwortung für den Bau des Schmutzwasserkanals: „Der Samtgemeindeausschuss hat diese Woche den Auftrag vergeben“, berichtet Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer und fügt hinzu: „Die Arbeiten beginnen, sobald es das Wetter zulässt.“

Etwa ein halbes Jahr werden die Erschließungsarbeiten voraussichtlich dauern, die Zeit drängt die Ostheidjer ein bisschen: „Die Maßnahme wird durch Landesmittel gefördert“, erklären Meyer und Neumann. Doch die Förderung läuft zum Jahresende aus. „Bis dahin müssen die Arbeiten abgerechnet sein, sonst verfallen die Fördermittel“, erläutert Neumann – „rund 755 000 Euro.“ Der Gemeindedirektor ist zuversichtlich: „Wir werden das hinbekommen.“

Anfragen von Firmen, die Interesse haben, im Gewerbegebiet Volkstorf anzusiedeln, erhält Neumann immer wieder. Doch jetzt, wo er es offiziell auch als „Premium-Gewerbegebiet“ vermarkten darf, ist er sicher, dass das Interesse an den freien Flächen noch größer sein wird.