Mittwoch , 28. September 2016
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Lüneburg überholt Harburg

as Lüneburg. Eigentumswohnungen in Lüneburg sind so begehrt wie nie. „Die Hansestadt läuft dabei sogar dem Landkreis Harburg den Rang ab.“ Das erklärte Viola Rickel, Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte Lüneburg (GAG), zum jetzt erschienenen „Grundstücksmarktbericht 2013“. Um immerhin mehr als 50 Prozent schnellte der Umsatz bei Wohnungskäufen in der Zeit von November 2011 bis Oktober 2012 hoch, obwohl die Preise pro Quadratmeter Wohnfläche höher sind als zum Beispiel in der Randlage von Hamburg.

Mit Neubaugebieten wie dem Hanseviertel, Speicherquartier oder Rosenkamp habe Lüneburg „attraktive Wohnlagen geschaffen“, sagt Rainer Leppel, stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses. Die haben verstärkt auch Hamburger im Visier, wenn es um das Segment Eigentumswohnungen gehe. Und obwohl in Lüneburg ein Durchschnittspreis von 265 000 Euro pro Wohnung gezahlt werden muss, ist das Kaufinteresse größer als für Objekte im Landkreis Harburg mit Durchschnittspreisen von 195 000 Euro. Die Preise pro Quadratmeter Wohnfläche liegen hier durchschnittlich bei 2700 Euro (Harburg: 2300 Euro). „Im hochpreisigen Segment muss man 3000 bis 3700 Euro zahlen, für Penthouse-Wohnungen sogar erheblich mehr als 4000 Euro“, berichtet Viola Rickel. Dabei zeichne sich ein Trend ab, dass große Wohnungen begehrt sind, obwohl bei diesen die Quadratmeterpreise oft höher liegen.

Der Gutachterausschuss als unabhängiges Gremium wertet alljährlich alle notariell beglaubigten Grundstückskaufverträge aus, ermittelt daraus die Bodenrichtwerte, um so auf dem lokalen Immobilienmarkt aktuelle Trends, Preisentwicklungen und Einflussgrößen darzustellen. Für Stadt und Kreis wurden im vergangenen Jahr knapp 2500 Kaufverträge ausgewertet. Ein Zuwachs von sieben Prozent. „Der Umsatz auf dem Immobilienmarkt lag im Landkreis Lüneburg bei rund 374 Millionen Euro, ein Plus von 8,8 Prozent. Das zeigt deutlich, dass der Immobilienmarkt hier floriert“, sagte Rickel.

Gestiegen sind im vergangenen Jahr auch die Baulandpreise in der Stadt Lüneburg um neun Prozent. Im westlichen Landkreis wie zum Beispiel in Adendorf und Bardowick war die Entwicklung mit vier Prozent ebenfalls positiv, im östlichen Landkreis lag sie bei plus zwei Prozent. Rainer Leppel nennt Richtwerte: Im Hanseviertel liegen sie bei 185 bis 190 Euro, im Rosenkamp je nach Bauabschnitt zwischen 135 bis 145 Euro, im Pilgerpfad Süd bei 145 Euro. Wer in Adendorf Bauland erwerben möchte, zahlt 125 bis 155 Euro, in Scharnebeck und Bardowick jeweils 105 Euro, in Bleckede zwischen 42 bis 54 Euro und in Dahlenburg 45 Euro. Nur im Bereich Amt Neuhaus sind die Preise erneut um 9,4 Prozent gesunken, die Richtwerte pro Quadratmeter Bauland liegen nun bei 6 bis 22 Euro.

Der Grundstücksmarktbericht für die Kreise Lüneburg, Harburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen kann in der LGLN-Regionaldirektion Lüneburg, Adolph-Kolping-Straße 12 in 21337 Lüneburg, Tel.: 8 54 51 65, für 50 Euro plus Versandkosten angefordert oder kostenpflichtig unter www.gag.niedersachsen.de heruntergeladen werden.