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Seit vier Jahrzehnten ein Ort für Kinder

Seit fast 40 Jahren bietet der Spielkreis Ehlbeck für die Mädchen und Jungen aus den Orten der Gemeinde Rehlingen eine Heimat. Anlässlich des Jubiläums wird es am 25. Mai eine Feier mit einem bunten Programm geben. Die Freude auf den runden Geburtstag ist allerdings getrübt, denn im vergangenen Monat verstarb mit Helene Timm die langjährige Leiterin der Einrichtung.

bau Ehlbeck. Sie hatte fast 40 Jahre lang Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren aus den Orten der Gemeinde und der Nachbarschaft im Spielkreis Ehlbeck betreut und spielerisch auf den Ernst des Lebens vorbereitet. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie im vergangenen Sommer kürzer treten und konnte ihre Aufgabe nicht mehr aufnehmen. Am 20. Januar verstarb sie kurz nach ihrem 62. Geburtstag. „Wir alle werden Helene Timm dauerhaft ein ehrendes Andenken bewahren“, sagt Rehlingens Bürgermeister Rainer Mühlhausen.

Der Spielkreis wurde im Dezember 1972 auf Initiative von Ernst Schlumbohm gegründet und hatte seinen Betrieb am 1. April 1973 in der damals leer stehenden alten Volksschule aufgenommen. Eine Voraussetzung war, dass Mütter sich bereit erklärten, nach entsprechender Ausbildung die Betreuung zu übernehmen. Eine von anfangs vier Betreuerinnen war Helene Timm.

Sie kümmerte sich bis vor kurzem gemeinsam mit Ursula Piochacz fast vier Jahrzehnte lang um die Kinder. „Der Spielkreis hat über all die Jahre seine wichtige soziale und kommunikative Funktion für die Familien in der Gemeinde Rehlingen erhalten, was in erster Linie ein Verdienst von Helene Timm und von Ursula Piochacz ist“, sagt Mühlhausen. „Bis heute schätzen die Eltern besonders die persönliche und familiäre Atmosphäre unserer Einrichtung.“

Ein Beleg dafür ist, dass junge Eltern, die im Spielkreis aufgewachsen sind, ihre Kinder ebenfalls in die Einrichtung am Finkenberg 16 schicken. „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit und Leistung von Helene Timm, die auch die konzeptionelle Umstellung unseres Spielkreises zu einer Mischung aus pädagogischem Kinder- sowie Wald-und Naturkindergarten hervorragend mitgetragen und umgesetzt hat.“

Um die aktuell 13 Kinder kümmern sich seit vergangenem Jahr weiterhin Ursula Piochacz sowie Konny Jeske. „Unser Ziel bleibt weiterhin, die Natur mit all ihren Facetten den Kindern näher zu bringen und die vorhandene Verbundenheit zu wahren“, sagt Ursula Piochacz.

Dazu findet in den Sommermonaten regelmäßig ein „Gartentag“ auf dem Gelände des SOS-Hofes in Bockum statt. Auf einem eigens angelegten Grundstück säen und ernten die Kinder, beobachten die Natur. Zum Programm gehören außerdem Wald- und Reittage, Besuche auf dem Bauernhof, Erkundungen in Amelinghausen oder, wie am 6. März, der Besuch des Theaters Lüneburg. Da schauen sich die Kinder und ihre Betreuerinnen das Stück „Oh, wie schön ist Panama“ an.