Donnerstag , 29. September 2016
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Ein Lift für die Waldorfschule

ahe Lüneburg. In der Rudolf-Steiner-Schule an der Walter-Bötcher-Straße soll ein Fahrstuhl gebaut werden. Die Kosten dafür schätzt die Schule auf rund 105 000 Euro. Ein Großteil der Summe soll durch Spenden zusammenkommen, doch auch von der Stadt und vom Landkreis Lüneburg erhofft sich die Waldorfschule jeweils einen Zuschuss. Heute, Dienstag, ist das Thema im Schulausschuss der Stadt. Er tagt von 15.30 Uhr an in der St.-Ursula-Schule.

Für das Vorhaben gibt es einen konkreten Anlass. Eine Schülerin der 10. Klasse leidet an der sogenannten Glasknochenkrankheit und sitzt im Rollstuhl. Bislang habe sie einen Schulbegleiter gehabt, das sei nun nicht mehr der Fall, so dass das Mädchen zum Teil von Mitschülern über die Treppen im Schulgebäude getragen werde, um zum Beispiel die naturwissenschaftlichen Fachräume zu erreichen. Ein Fahrstuhl würde die Situation verbessern.

Die Stadtverwaltung regt an, für das Vorhaben bis zu 25 000 Euro beizusteuern. Weil sie notorisch klamm ist und kein Geld auf der hohen Kante hat, muss es aus anderer Quelle kommen. Im Blick hat die Verwaltung das Bauprogramm Förderschulen. Das umfasst eigentlich den Ausbau der Johannes-Rabeler-Schule vor dem Hintergrund der Inklusion, also der Integration von Kindern mit Förderbedarf in „normale Schulen“, die zum 1. August landesweit umgesetzt werden soll. Für den Umbau der Rabeler-Schule hat die Stadt 500 000 Euro für dieses Jahr und in den beiden nächsten Jahren zusammen weitere 1,5 Millionen Euro eingeplant. Die Idee: Aus diesem Topf könnten die 25 000 Euro für den Fahrstuhl der Waldorfschule abgezweigt werden, zumal an der Privatschule auch Lüneburger Kinder unterrichtet würden. Gleichzeitig erwartet die Stadt, dass sich der Landkreis mit einem Zuschuss in derselben Höhe am Bauvorhaben beteiligt. Für den Kreis sagt Pressesprecherin Birgit Fischer: „Wir prüfen derzeit, ob es dafür von uns einen Zuschuss geben kann.“

Im Ausschuss werden die Verwaltung, Patrick Schnüttgen als Rektor der St.-Ursula-Schule und eine Schulsozialarbeiterin auch einen Überblick darüber geben, wie die im September an den städtischen Grundschulen, an der IGS und der Rudolf-Steiner-Schule begonnene Schulsozialarbeit konkret aussieht und welche ersten Erfahrungen es gibt. Wie berichtet, bezahlt die Stadt mit Geld aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket für einen Zeitraum von drei Jahren Sozialarbeiter Freier Träger. Das sind die Arbeiterwohlfahrt, der Verein Albatros, die Pädagogische Initiative und der Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen. Im Einzelnen verteilen sich die Stunden so:

Schule am Sandberg: 5 Wochenstunden

Grundschule Kreideberg: 17 Wochenstunden

Igelschule: 13 Wochenstunden

Schule Lüne: 13 Wochenstunden

St.-Ursula-Schule: 12 Wochenstunden

Grundschule Hasenburger Berg: 20 Wochenstunden

Hermann-Löns-Schule: 14 Wochenstunden

Grundschule Häcklingen: 14 Wochenstunden

Schule Im Roten Felde: 11 Wochenstunden

Heiligengeistschule: 17 Wochenstunden

IGS: 20 Wochenstunden

Johannes-Rabeler-Schule: 16 Wochenstunden.

Darüber hinaus wird mit dem Geld auch die zuvor schon bestehende Schulsozialarbeit im Schulzentrum Kaltenmoor mit insgesamt 48 Wochenstunden fortgesetzt.