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DLRG will Fahrzeughalle bauen

cw Adendorf. Vier Fahrzeuge hat die DLRG Adendorf/Scharnebeck und alle vier stehen an unterschiedlichen Standorten: Der Mannschaftstransportwagen steht in der Grundschule in Adendorf, das Schlauchboot liegt am Inselsee, der Gerätewagen für die Wasserrettung auf einem Parkplatz und der neue Sprinter in der alten Feuerwache Adendorf. Doch das soll sich bald ändern: Die DLRG plant, eine brandneue Fahrzeughalle im Gewerbegebiet in der Nähe des Sternengrundes in Adendorf zu bauen. Kostenpunkt: 350 000 Euro, die vorwiegend über Spenden und Fördermittel aufgebracht werden sollen.

Während der jüngsten Jahresversammlung trug Vorsitzender Jürgen Schmidt die desolate Fahrzeugsituation vor, um sich den Segen für das Projekt zu holen. Die Gemeinde Adendorf hat signalisiert, dass sie der Ortsgruppe ein Grundstück für einen Euro Pacht im Jahr über 30 Jahre zur Verfügung stellen will. Die Mitglieder beschlossen, dass der Vorstand die Kosten prüfen und Spendengelder einwerben solle.

Bereits jetzt spart der Verein für das große Vorhaben: Allein in diesem Jahr werden 50 000 Euro beiseite gelegt, wie Kassenwartin Annedore Köhle berichtete. Weitere Mittel sollen aus Fördertöpfen der Bundes-DLRG kommen. Geplant ist, in einem ersten Schritt die Fahrzeughalle zu bauen und in einem zweiten Schritt Umkleide- und Sanitärräume sowie eine Werkstatt zu realisieren.

„Wir wollten mit Optimismus in die Zukunft sehen“, befand Schmidt bei seinem Jahresbericht. „Wir hatten einige Flauten und schwere See, aber nun geht es weiter.“ Bei 49 Veranstaltungen war die Ortsgruppe im vergangenen Jahr aktiv und auch die Station wurde neu eingerichtet. Die Seniorenarbeit laufe sehr gut, so Schmidt und auch der Gegenbesuch in Prag sei ein voller Erfolg gewesen. Allerdings leide die DLRG unter Personalmangel, was sich quer durch alle Berichte zog. „Uns gehen die Wasserretter aus“, so Schmidt. „Wir suchen händeringend Freiwillige.“

Über den Nachwuchs bei den „ganz Kleinen“ konnte sich die Leiterin der Ausbildung, Tanja Pingel nicht beschweren. Die Nachfrage nach den Schwimmkursen für Kinder sei ungebrochen, nur Trainer fehlten so manches Mal noch. Ebenso sieht es bei der Wasserrettung aus: „Wir konnten in diesem Jahr noch alle Wochenenden besetzen“, sagte Jan Rotermundt. „Aber wir brauchen dringend Nachwuchs, der sich zutraut einen Wachdienst zu übernehmen.“

Für die Jugend-DLRG zog der neu ins Amt gewählte Vorsitzende Jannis Kretschmar eine durchweg positive Bilanz: Laterne basteln, Badelandfahrt, Mini- und Ortsmeisterschaften waren gut besucht.

Für dieses Jahr sind unter anderem noch ein Oster- und Muttertagsbasteln und die Geschichtsnacht im Dezember geplant.